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BWL-Institut Basel


Mach´ keine kleinen Pläne. Sie haben nicht den Zauber, das Blut der Menschen in Wallung zu bringen. Sie werden nicht realisiert. Mach´ große Pläne, setze Dir hoffnungsvoll die höchsten Ziele
- und arbeite.


Daniel Hudson Burnham
(1846 - 1942, Architekt in Chicago)


Dr. med. Ulf Basting-Neumann: Controlling wird für Mediziner immer wichtiger

Kompaktstudium Betriebswirtschaft

"Wirtschaftliches Grundwissen aufrechtzuerhalten und aufzufrischen" war für Dr. med. Ulf Basting-Neumann ein wichtiger Beweggrund für das berufsbegleitende Studium der Finanzökonomie am Betriebswirtschaftliches Institut & Seminar Basel. Der 41-Jährige aus dem schleswig-hosteinischen Lüneburg hatte vor seinem Studium der Humanmedizin eine Ausbildung zum Bankkaufmann absolviert. Fünf Jahre lang war er als Arzt in einem Leprakrankenhaus in Nepal tätig, im April 2008 schloss er die Weiterbildung zum Dipl.-Finanzökonom (BI) mit der Durchschnittsnote von 1,37 ab.

Der tiefer gehende Motivationsgrund findet sich für Ulf Basting-Neumann im betriebswirtschaftlichen Kerngebiet Controlling. Es sei zur Überprüfung, Sicherung und Verbesserung der Ergebnisqualität sowohl in Entwicklungsländern als auch in Deutschland wichtig. Außerdem werden seiner Ansicht nach in Deutschland zunehmend Ärzte gesucht, die sowohl Qualitätsmanagement als auch Controlling-Erfahrung haben. In dieser Richtung hat sich Basting-Neumann im Lauf der Jahre vor seinem Auslandseinsatz immer wieder fortgebildet, etwa mit einer Zusatzausbildung "Medizinisches Qualitätsmanagement", einem Total-Quality-Management (TQM)-Training oder der Ausbildung zum Gesundheitsökonom.

Training für Rückkehr nach Europa
Von seinem Fernstudium profitierten auch die nepalischen Manager des Krankenhauses. Im Entwicklungsland vermittelte er wirtschaftliche Hintergrundinformationen, Methoden und Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge. "Das Studium sollte meine im Hintergrund vorhandenen Kenntnisse auffrischen und mich auf die Rückkehr nach Europa vorbereiten", sagt der Mediziner, der während des Weiterbildungsstudiums noch keine Berufsperspektive in Deutschland hatte.

Zeit und Pensum selbst einteilen
Ein weiterer Vorteil war das zielpunktgenaue Lernen. "Wir müssen aufpassen, dass die Informationsflut uns nicht lähmt", sagt er. Der Lernende sollte seiner Ansicht nach in der Lage sein, die Fülle an Lernstoff zu filtern und für das Gelernte in einer bestimmten Situation auch anwenden können. Das Studium ließ sich laut Basting-Neumann gut mit dem Beruf vereinbaren. Ein wesentlicher Vorteil sei es, von zu Hause aus zu studieren. Die fehlenden Abendveranstaltungen in Nepal erlaubten es ihm, zu späterer Stunde einen Blick in die Studienunterlagen zu werfen. "Für die sehr kompakten Zusammenfassungen brauchte ich aber auch die nötige Ruhe, um konzentriert zu arbeiten." Die Eigenverantwortung des Studenten macht es möglich, sich Zeit und Pensum selbst einzuteilen. Er habe das Studium in mehrere Etappen aufgeteilt, so der Mediziner, um das Gelesene sacken zu lassen und zu sehen, wie es sich anwenden lässt.

Nach seiner Rückkehr startete er zum Jahresbeginn 2009 als Allgemeinmediziner und Qualitätsmanager in einem Medizinischen Versorgungszentrum. Für dessen Betrieb seien viele betriebswirtschaftliche Themenbereiche wichtig, so der angestellte Arzt mit betriebswirtschaftlicher Verantwortung. Wenn sich nur einige Punkte aus der Theorie in der Praxis umsetzen ließen, hätte sich laut Basting-Neumann die Auseinandersetzung mit dem Thema und der Zeitaufwand für das Studium gelohnt.

Kontakt:
Dr. Ulf Basting-Neumann, Lüneburg (D)
bastingneumann@gmail.com