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Mach´ keine kleinen Pläne. Sie haben nicht den Zauber, das Blut der Menschen in Wallung zu bringen. Sie werden nicht realisiert. Mach´ große Pläne, setze Dir hoffnungsvoll die höchsten Ziele
- und arbeite.


Daniel Hudson Burnham
(1846 - 1942, Architekt in Chicago)


   Presse

Gute Chefs denken in der Krise ganzheitlich
Professionelles Führungsverhalten sichert das Überleben/ Schweizer Management-Trainer "Leading people" setzen auf emotionale Kompetenz

Kündigungswellen, Kurzarbeit, Gehaltsverzicht und verschobene Vergütungsrunden sind Zerreißproben im Personalgefüge eines Unternehmens. Gerade in Krisenzeiten kommt dem emotionalen Verhalten von Chefs und Vorgesetzten nach Ansicht der Schweizer Management-Trainergruppe "Leading People" eine besondere Rolle zu. Eine härtere Gangart ist in deutschen Unternehmen angesagt. Mit prognostizierten 40.000 Insolvenzen im laufenden Jahr kommen immer mehr Betriebe direkt oder indirekt in Berührung. In diesen Zeiten sind Brücken zwischen den "hard facts" der Betriebswirtschaftslehre zu den "soft skills" im Hinblick auf den Umgang mit Menschen gefragt. Mit praxisorientierten Weiterbildungsseminaren stellt "Leading People" - eine Kooperation zwischen den drei Schweizer Management-Trainingsinstituten EBA Training (Basel), EQ GRUPPE (Schweiz) und Betriebswirtschaftliches Institut und Seminar Basel AG Basel) - Führungskräfte und Nachwuchsmanager auf schwierige Situationen ein.

Gerade einmal fünf Prozent aller Schwierigkeiten am Arbeitsplatz - ob in ruhiger oder stürmischer Unternehmenslage - sind auf fachliche Inkompetenz, der Rest auf die Menschen und ihre persönliche Entwicklung zurückzuführen, sagt Marcus A. Schildknecht, Leiter der Zürcher EQ GRUPPE (Schweiz). Die volkswirtschaftlichen Folgekosten von emotionalen "Nieten in Nadelstreifen" schätzt er deutschlandweit auf rund 40 Milliarden Euro jährlich. Kosten verursachen Medikamente, Therapien, Arbeitsausfall, Ersatzkräfte und verlorenes Image der Unternehmen. "Emotionale Kompetenz ist kein Rezept für eine schnelle Heilung", stellt Marcus A. Schildknecht klar, "sondern ein harter, anspruchsvoller Trainingsweg." Erster Schritt für emotional erfolgreiche Chefs sei es zu lernen, Gefühle konstruktiv zu steuern.

"Chefs und Vorgesetzte müssen lernen, sich selbst zu organisieren, bevor sie andere Menschen führen" , sagt Esther G. Barandun von EBA Training (Basel). Die 47jährige Trainerin hat sich auf die Bereiche "Arbeitsmethodik" und "Kommunikation" spezialisiert. "Prioritäten und Ziele zu setzen, gehört zu den wichtigsten Grundlagen." Die effiziente Gesprächsführung und die Moderation von Sitzungen seien wesentliche Elemente für eine Führungskraft. Durchsetzungskraft und die Wirkung auf Zuhörer seien entscheidend.

Generell sei die mentale Fitness eine notwendige Voraussetzung, um kritische Situationen zu meistern. "Wer sich mental nicht fit hält, hat auf der Chefetage nichts zu suchen", so Esther G. Barandun. Zu einer Führungskraft gehöre es, die Balance zwischen Arbeit und Freizeit zu finden, um so Burn-Out und Krankheiten vorzubeugen. Im Umgang mit Mitarbeitern kann enorm viel Energie gewonnen oder verloren werden. "Führungskräfte, die sich über die Folgen ihres Handelns im Klaren sind, führen zielorientierter und motivationsbewusster", weiß die Trainerin. Wenn der Wind härter bläst, werden absolute Prioritäten überlebenswichtig.

Als wichtigste Ressource brauchen Mitarbeiter das größte Augenmerk. "Zielklarheit für alle wird gerade in Krisenzeiten notwendig." Eine zielsichere Führung fördert laut Barandun die Loyalität der Mitarbeiter. Die Wirkung dieser Ursachen erntet das ganze Unternehmen, wenn es gilt, enger zusammenzurücken. In konventionellen Fachausbildungen kommt Schildknecht zufolge die Persönlichkeitsentwicklung eindeutig zu kurz. "Wie soll ich Menschen in der Krise begegnen? Wie baue ich Vertrauen für langfristige Beziehungen auf? Wie gehe ich mit Konflikten um? Wer bin ich selber innerhalb der Organisation?" sind die entscheidenden Fragen. Wenn das Geschäft weiterhin in Zusammenarbeit mit Menschen geschehen soll, werde der Erfolgsschlüssel einerseits im Umgang mit den (zwischen)menschlichen Themen liegen. Andererseits sei besonders die Fähigkeit gefragt, die Welt dreidimensional und lateral zu erfahren bzw. zu reflektieren. "Der Anfang liegt in der ganzheitlichen Führung - von sich und von anderen", so Schildknecht.

"Wir verstehen Führung und die daraus entstehende Verantwortung in einem weiteren Sinne", sagt Ralf Andreas Thoma, Leiter des Betriebswirtschaftlichen Instituts. "Teilnehmer der Seminare erhalten systematisch ein breites Verständnis von Führung und Führungsverantwortung vermittelt und werden auf die Praxis konkret vorbereitet", so Thoma.