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BWL-Institut Basel


Rules for Success
guiding principle
Of course, it is indeed very important to have big dreams, visions and hope. However, this is not enough.
The most important reason for success is just hard work!


www.bwl-institut.ch
Ausgabe Nr. 93
01.06.2012
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INHALT

1. Fachkräftemangel nimmt zu
2. Arbeitskosten stiegen schon 2011 kräftig
3. Jeder zweite Manager erhält höhere Boni
4. Nach der Krise folgt das große Stühlerücken
5. Arbeitgeber-Loyalität der Deutschen ist ausbaufähig
6. Eigentümergeführte Unternehmen reagieren in der Krise schneller
7. Arbeitsmarkt offen: Lohnstruktur blieb stabil
8. Umsatzstärkste Hotels haben 2011 zugelegt
9. Art Basel zeigt 62 ambitionierte, großformatige Kunstprojekte
10. Lehrgänge am BWL-Institut starten


+++ 1. Fachkräftemangel nimmt zu +++
Aktuell haben 42 Prozent der deutschen Unternehmen laut der Studie "Fachkräftemangel 2012" des Personalberaters ManpowerGroup Schwierigkeiten bei der Suche nach geeigneten Fachkräften. Das sind acht Prozent mehr als im weltweiten Durchschnitt. Seit 2010 ist der Anteil der Firmen mit Recruiting-Problemen in Deutschland um 13 Prozent gestiegen. Der Personalberater ManpowerGroup führt dieses Ergebnis nicht nur auf den demografischen Wandel, sondern auch auf Schwächen im Recruiting zurück. "Deutsche Unternehmen setzen trotz akuten Fachkräftemangels zu wenig Ressourcen für effizientes Recruiting ein", stellt Vera Calasan, Chefin der ManpowerGroup Deutschland, fest. Die größten Probleme bestehen für Unternehmen wie bereits im letzten Jahr bei der Suche nach Fachkräften aus dem handwerklichen Bereich sowie nach Ingenieuren. Eine Erholung ist nach Einschätzung der ManpowerGroup nicht in Sicht. Große Schwierigkeiten bereitet außerdem die Rekrutierung von Vertriebsmitarbeitern, IT-Fachkräften, Technikern sowie Personal für Rechnungs- und Finanzwesen. Quelle: www.manpowergroup.com

+++ 2. Arbeitskosten stiegen schon 2011 kräftig +++
Die jüngsten Tarifabschlüsse werden die Arbeitskosten in Deutschland - sie setzen sich aus den Verdiensten und den Personalzusatzkosten zusammen - in die Höhe treiben. Das produzierende Gewerbe schulterte nach Angaben des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) schon 2011 sehr viel höhere Arbeitskosten als davor. So musste ein Arbeitgeber im vergangenen Jahr in Westdeutschland für eine Vollzeitkraft im Schnitt 59.500 Euro aufwenden, das waren 4,9 Prozent mehr als 2010. Im Osten kostete die gleiche Kraft durchschnittlich 39.170 Euro - 3,8 Prozent mehr als 2010. Deutlich zugelegt haben aufgrund der guten Konjunktur 2011 vor allem die Sonderzahlungen. Weihnachts- und Urlaubsgeld, Jubiläumszahlungen und ähnliche Boni stiegen in Westdeutschland im vergangenen Jahr je Vollzeitkraft um 13 Prozent; die Löhne und Gehälter legten um 4,7 Prozent zu. Quelle: www.iw-koeln.de

+++ 3. Jeder zweite Manager erhält höhere Boni +++
46 Prozent der deutschen Führungskräfte haben für das Geschäftsjahr 2011 höhere Bonuszahlungen erhalten als im Vorjahr. Nur jeder Fünfte bekam hingegen niedrigere Prämien. Spitzenverdiener mit Jahreseinkommen von mehr als 200.000 EUR haben von höheren Zulagen zu 56 Prozent überproportional häufig profitiert. Das sind Ergebnisse der 8. LAB Bonusstudie – einer Umfrage unter 817 deutschen Führungskräften, durchgeführt von der internationalen Personalberatung LAB & Company. "Die Bonusschere zwischen Spitzen- und Normalverdienern geht erneut weiter auseinander", berichtet Dr. Klaus Aden, Geschäftsführender Gesellschafter von LAB & Company. Während nur 12 Prozent der Normalverdiener (Jahreseinkommen bis 100.000 EUR) deutliche Bonussteigerungen von mehr als einem Fünftel erhielten, profitierten Spitzenverdiener gleich 2,5 Mal so oft von solchen Zuwächsen. "Globalisierung und demographische Entwicklung verschärfen den Wettbewerb um die besten Mitarbeiter. Die Erhöhungen von Boni sind ein wichtiges Instrument, um Spitzenmanager zu halten", sagt Aden. Quelle: www.labcompany.net

+++ 4. Nach der Krise folgt das große Stühlerücken +++
Gab 2010 nur jeder elfte Vorstandsvorsitzende seinen Posten freiwillig oder unfreiwillig ab, besetzten die größten Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz 2011 jede sechste Spitzenposition neu. Mit einer annähernden Verdopplung der Fluktuationsquote von 8,7 Prozent auf 16,7 Prozent verzeichnet der deutschsprachige Raum im internationalen Vergleich den stärksten Anstieg. Global wuchs hingegen die CEO-Wechselquote wesentlich moderater von 11,6 Prozent auf 14,2 Prozent, europaweit von 10,2 Prozent auf 14,8 Prozent. Damit liegt der deutschsprachige Raum ungefähr gleichauf mit Japan (2011: 16,8 Prozent), jedoch deutlich hinter Schwellenländern wie Brasilien, Russland und Indien. Diese weisen nicht nur erstaunliche volkswirtschaftliche Wachstumsraten, sondern mit 22 Prozent auch die höchsten CEO-Wechselquoten auf. Insgesamt können sich die deutschsprachigen CEOs mit einer durchschnittlichen Amtszeit von 7,6 Jahren etwas länger im Amt halten als das europäische Mittel mit 6,9 Jahren und geben ihren Top-Job im für Manager fast noch jugendlichen Alter von 56,8 Jahren ab. Das sind die zentralen Ergebnisse der "Global CEO-Succession 2011"-Studie der internationalen Strategieberatung Booz & Company. Quelle: www.strategy-business.com

+++ 5. Arbeitgeber-Loyalität der Deutschen ist ausbaufähig +++
Die Loyalität der Deutschen zu ihrem Arbeitgeber ist ausbaufähig. Nur 24 Prozent der deutschen Fach- und Führungskräfte möchten bis zur Rente bei ihrem derzeitigen Unternehmen bleiben. Das ist das Ergebnis einer aktuellen StepStone-Umfrage, an der rund 5.600 Fach- und Führungskräfte teilnahmen. Demnach sagen 68 Prozent der Befragten, dass sie sich nicht vorstellen können, bis ins Rentenalter bei ihrem Arbeitgeber zu bleiben. Weitere acht Prozent geben an, dass sie zwar einen Jobwechsel anstreben, diesen allerdings innerhalb ihres momentanen Unternehmens sehen. "Gerade in Zeiten, in denen es immer schwieriger wird, zum Beispiel Spezialisten aus den Bereichen IT, Ingenieurswesen, Finanzen oder Naturwissenschaften zu finden, ist es besonders wichtig, die Loyalität der bestehenden Arbeitnehmer zu fördern. Hier können viele Unternehmen gemäß unserer Analyse noch Potentiale erschließen", so Dr. Sebastian Dettmers, Geschäftsführer der StepStone Deutschland GmbH mit Sitz in Düsseldorf. Quelle: www.stepstone.de

+++ 6. Eigentümergeführte Unternehmen reagieren in der Krise schneller +++
Gerät ein Unternehmen in wirtschaftliche Schieflage, geschieht dies in den seltensten Fällen ohne jegliche Vorwarnung. Stattdessen gibt es zahlreiche ökonomische Kennzahlen, die über einen längeren Zeitraum hinweg auf krisenhafte Entwicklungen hinweisen können. Dass Unternehmen dennoch oftmals erst sehr spät darauf reagieren, liegt nach Einschätzung von Michael Probst nicht selten am Management selbst. "Oft will man die Krise nicht wahrhaben", sagte der Vorstand der Hamburger Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO AG im Gespräch mit dem Wirtschaftsmagazin 'impulse' (Ausgabe 6/2012, EVT 31. Mai). Es sei einfach, so Probst, "Entwicklungen mit den Marktverhältnissen oder auch politischen Veränderungen zu erklären". In der Unternehmensführung herrsche dann "mitunter die Neigung zu sagen: Das sieht nur schlimm aus, aber in Wahrheit sind wir gut aufgestellt". Da bei eigentümergeführten Unternehmen im Krisenfall das eigene Vermögen auf dem Spiel steht, attestiert Probst diesen in aller Regel ein schnelleres Krisenmanagement als Firmen mit Fremdgeschäftsführung. Quelle: www.impulse.de

+++ 7. Arbeitsmarkt offen: Lohnstruktur blieb stabil +++
Das Freizügigkeitsabkommen (FZA) zwischen der Schweiz und der EU ist seit zehn Jahren in Kraft. Die Unternehmen haben laut dem Schweizer Staatssekretariat der Wirtschaft SECO, dem Kompetenzzentrum des Bundes für alle Kernfragen der Wirtschaftspolitik, stark davon profitiert, Fachkräfte aus dem EU/EFTA-Raum rekrutieren zu können. Die Öffnung des Arbeitsmarktes habe in den letzten Jahren maßgeblich zum Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum in der Schweiz beigetragen. Negative Auswirkungen auf die ansässigen Arbeitnehmenden blieben eng begrenzt. Die Öffnung könnte die Lohnentwicklung leicht gebremst haben, eine Erosion tiefer Löhne habe aber nicht stattgefunden. Im Jahr 2011 wanderten netto 78.500 Ausländerinnen und Ausländer in die Schweiz ein (Wanderungssaldo). 53.200 oder zwei Drittel davon waren Bürgerinnen und Bürger der EU27/EFTA-Staaten. Die Lohnstruktur in der Schweiz blieb laut SECO in den Jahren seit Inkrafttreten des FZA erstaunlich stabil. Die Entwicklung der Lohnverteilung zwischen 2002 und 2010 lege nahe, dass in den Jahren seit Inkrafttreten des FZA kein besonders starker Druck auf tiefe Löhne ausgeübt werden konnte. Gesamtarbeitsverträge und die flankierenden Maßnahmen haben zu diesem Ergebnis mit beigetragen. Die Zuwanderung verlangsamt laut SECO die Alterung der Bevölkerung und entlastet damit die umlagefinanzierten Sozialversicherungen der ersten Säule (AHV/IV/EO/EL). Quelle: www.seco.admin.ch

+++ 8. Umsatzstärkste Hotels haben 2011 zugelegt +++
Die 200 umsatzstärksten Einzelhotels in Deutschland haben vergangenes Jahr ordentlich Plus gemacht: Im Durchschnitt steigerten sie ihre Nettoumsätze um 5,7 Prozent. Dabei ist die Gewinnsituation bei vielen Hoteliers besser als im Vorjahr. Dies geht aus dem exklusiven Ranking hervor, dass die AHGZ - Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung (Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag) veröffentlicht. Spitzenreiter des Rankings ist der „Bayerische Hof“ in München. Das Luxushotel stieß im Vorjahr das Estrel vom Thron und behauptet sich nun mit einem Plus von 5,1 Prozent und einem Nettoumsatz von knapp 56 Mio. Euro. Das Tagungshotel Estrel Berlin belegt wie 2010 Platz 2, muss aber Umsatzeinbußen von 2,2 Prozent verkraften. Das Sheraton Frankfurt Hotel & Towers, Conference Center, in Frankfurt/Main verteidigt erfolgreich seinen dritten Platz. Quelle: www.ahgz.de

+++ 9. Art Basel zeigt 62 ambitionierte, großformatige Kunstprojekte +++
In dem 17.000 Quadratmeter großen Ausstellungsbereich der Halle 1 bietet die Art Unlimited Künstlern und Galerien heuer eine Plattform für Werke, die über die Möglichkeiten eines herkömmlichen Kunstmessestandes hinausgehen. Erstmals wird der Sektor Art Unlimited von Gianni Jetzer, Direktor des Swiss Institute in New York, kuratiert. Viele dieser Kunstwerke werden eigens für die Art Unlimited geschaffen und zeichnen sich sowohl durch ihre Ambitioniertheit als auch dadurch aus, dass sie von relativ jungen Künstlern stammen. Die neue Kuration drückt sich ebenfalls durch ein neues Ausstellungsdesign aus. Es werden überdimensionale Skulpturen, Videoprojektionen, Installationen, Wandbilder, Fotoserien und Performance-Kunst gezeigt. Die Art 43 Basel ist von 14. bis 17. Juni 2012 geöffnet. Quelle: www.artbasel.com

+++ 10. Lehrgänge am BWL-Institut starten +++
Die drei berufsbegleitenden Fernstudiengänge „Unternehmensgründung“, „Marketing“ und „Immobilien-Marketing“ starten am Betriebswirtschaftlichen Institut & Seminar Basel zum 15. Juni 2012. Der Zertifikatslehrgang „Unternehmensgründung“ vermittelt die wichtigsten theoretischen Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre. Am Ende des Lehrgangs soll der Teilnehmer in der Lage sein, eine Gründung konkret umzusetzen. Der theoretische Teil des Lehrgangs dauert sechs Monate sowie weitere sechs Monate für die Erstellung eines Business-Plans. Der Lehrgang „Marketing“ ergänzt allgemeine betriebswirtschaftliche Aus- und Weiterbildungsprogramme und richtet sich an Teilnehmer, die ihre betriebswirtschaftlichen Kenntnisse in sechs Monaten berufsbegleitend gezielt im Bereich Marketing vertiefen möchten. Der Zertifikatslehrgang „Immobilien-Marketing“ ergänzt Berufserfahrungen und fachspezifische Ausbildungen von Immobilienprofis und vertieft gezielt und praxisbezogen Marketing-Kenntnisse für die Vermarktung von Immobilien. Information: info@bwl-institut.ch. Quelle: www.bwl-institut.ch

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