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BWL-Institut Basel


Rules for Success
guiding principle
Of course, it is indeed very important to have big dreams, visions and hope. However, this is not enough.
The most important reason for success is just hard work!


www.bwl-institut.ch
Ausgabe Nr. 92
03.05.2012
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INHALT

1. Gutes Klima in den Betrieben, aber ungerechte Bezahlung
2. Arbeitskosten wachsen in Deutschland besonders langsam
3. Umsatz allein reicht nicht: Wissenschaftler decken Defizite auf
4. Korruptionsrisiken nachhaltig eindämmen
5. Golfsport wächst in der Schweiz schneller als in Europa
6. Euro-Krise verschärft Fachkräftemangel in Europa
7. Fünf Jahre Trinationaler Eurodistrict Basel (TEB)
8. Fast jeder zweite Arbeitnehmer plant Jobwechsel
9. Lebenslanges Lernen unerlässlich
10. Schwebend - von der Leichtigkeit des Steins


+++ 1. Gutes Klima in den Betrieben, aber ungerechte Bezahlung +++
Zum 1. Mai herrscht in deutschen Fabriken und Büros gute Stimmung. 84 Prozent der Beschäftigten erklärten in einer Umfrage für das Hamburger Magazin stern, das Klima an ihrem Arbeitsplatz sei gut. Dabei sind Frauen (87 Prozent) noch zufriedener als Männer (82 Prozent). Intakt scheint auch das Verhältnis zu den direkten Vorgesetzten: 79 Prozent sind mit ihrem Chef zufrieden (50 Prozent) oder sogar sehr zufrieden (29 Prozent). Auch hier liegen die Frauen (84 Prozent) vor den Männern (75 Prozent). Doch es gibt auch Klagen: Nahezu jeder zweite Beschäftigte (46 Prozent) fühlt sich nicht gerecht bezahlt. Bei diesem Thema hat die Zahl der Unzufriedenen in den letzten Jahren zugenommen: 2010 fühlten sich nur 32 Prozent unfair bezahlt, 2011 waren es schon 38 Prozent. Mit rund 70 Prozent sind aktuell vor allem Arbeiter und die unter 30-Jährigen mit ihrer Entlohnung unzufrieden. Anerkennung zollen die Beschäftigten den Gewerkschaften: 86 Prozent sagen, sie würden auch heute noch gebraucht. 58 Prozent sind mit ihrer Arbeit zufrieden. Quelle: www.stern.de

+++ 2. Arbeitskosten wachsen in Deutschland besonders langsam +++
Deutschland liegt bei den Arbeitskosten für die Privatwirtschaft weiterhin an siebter Stelle hinter wichtigen nord- und westeuropäischen Handelspartnern. Und im vergangenen Jahrzehnt sind die Arbeitskosten in der Bundesrepublik weitaus langsamer gewachsen als in allen anderen EU-Ländern. Die neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass sich der vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung seit Jahren beschriebene Trend auch 2011 fortgesetzt hat. „Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft muss sich niemand Sorgen machen, sie ist hervorragend“, sagt Prof. Dr. Gustav A. Horn, Wissenschaftlicher Direktor des IMK. „Allerdings hat diese Entwicklung zwei Seiten: Das lange Zeit relativ geringe Wachstum der Löhne in Deutschland hat die Exportwirtschaft enorm beflügelt, doch es gab nur schwache Impulse für die Binnennachfrage. Dadurch hat es zu den riesigen deutschen Leistungsbilanzüberschüssen und den bedrohlichen wirtschaftlichen Ungleichgewichten im Euroraum beigetragen. Jetzt ist eine Beschleunigung bei den Löhnen und beim Konsum in Sicht.“ Quelle: www.boeckler.de/6936_38458.htm

+++ 3. Umsatz allein reicht nicht: Wissenschaftler decken Defizite auf +++
„Wichtig ist, was am Ende des Monats übrig bleibt.“ Ein Leitsatz, der vielleicht zur Verwaltung des Taschengeldes reicht und manch einem auch für die persönliche Haushaltsführung noch genügen mag. Aber auch in der Wirtschaft ist diese Denkweise durchaus verankert, wie der Bochumer Forscher Dr. Luis Barrantes mit Wiener Kollegen in einer gemeinsamen Studie herausgefunden hat. Die Ergebnisse zeigen, dass die meisten Unternehmen über erhebliches Verbesserungspotential verfügen. Barrantes ging mit Anlanger und Karner (Fachhochschule des Berufsförderungsinstituts (BFi) Wien) der Frage nach, inwieweit und in welcher Form Vertriebscontrolling bei Geschäften zweier oder mehrerer Unternehmen (B-to-B) angewendet wird. 639 Unternehmen aus den Kernbranchen des Technischen Vertriebs beteiligten sich an der Studie. Etwa jeder vierte Betrieb setzt keine Kennzahlen wie etwa Marktanteil oder Marketingkosten ein. Nur knapp die Hälfte unterscheidet zwischen operativem, also deutlich kurzfristiger angelegtem und strategischem Controlling. Über ein Drittel kennt nicht einmal den Wert der ökonomischen Kundenbeziehung und weiß folglich nicht, ob der Klient überhaupt profitabel ist. Quelle: www.rub.de/ise

+++ 4. Korruptionsrisiken nachhaltig eindämmen +++
In vielen Wachstumsmärkten ist Korruption nach wie vor an der Tagesordnung. Wie die Situation für Schweizer KMU aussieht und wie sich diese gegen Korruption schützen können, darüber gibt ein neu erschienener Leitfaden der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur Auskunft. Über 40 Prozent der international tätigen Schweizer Unternehmen sehen sich im Ausland mit korruptem Verhalten konfrontiert: So werden etwa für die Vergabe von Aufträgen, die Erlangung von Lizenzen oder Genehmigungen, für die Zollabfertigung oder bei Kontrollen von staatlichen Stellen häufig informelle Zahlungen oder Geschenke unter der Hand erwartet. Davon betroffen sind KMU und Großunternehmen gleichermaßen. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Untersuchung der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur, die vom Außenwirtschaftsförderer Osec und der Credit Suisse unterstützt wurde. Der neu erschienene Leitfaden „Korruptionsrisiken erfolgreich begegnen – Strategien für international tätige Unternehmen“ enthält nicht nur die Ergebnisse der Untersuchung, sondern auch Handlungsempfehlungen. Quelle: www.htwchur.ch

+++ 5. Golfsport wächst in der Schweiz schneller als in Europa +++
Die Zahl der aktiven Schweizer Golfer und Golferinnen nimmt weiter zu. Zurückgeführt wird das durchschnittliche jährliche Wachstum zwischen 3 und 4 Prozent in den letzten zehn Jahren auf den guten Gang der hiesigen Wirtschaft, wie die "Handelszeitung" in einem Vergleich zeigt. Rund 83.000 Schweizer und Schweizerinnen spielen organisiert Golf, weitere 15.000 bis 20.000 ohne Verbandsbindung oder im Ausland. 2011 nahm die Zahl der Aktiven um 3,6 Prozent zu. Ende 2011 spielten in den 31 der European Golf Association (EGA) angeschlossenen Ländern 4,4 Millionen Hobbysportler Golf. Das waren 46.000 weniger als Ende 2010. Erstmals seit 20 Jahren ging die Gesamtzahl zurück. Minuszahlen weisen neun Länder aus, unter anderem Grossbritannien/Irland, die seit jeher stärksten Golfnationen Europas (minus 3,1 Prozent auf noch 1,326 Millionen Aktive), Schweden (minus 4,1 Prozent auf 491.000 Aktive), Frankreich (minus 0,7 Prozent auf 407.300 Aktive) und Spanien (minus 2,9 Prozent auf 328.500 Aktive). Die "Handelszeitung" geht in ihrer Analyse der europäischen Golfszene davon aus, dass die Beliebtheit des Trendsports direkt vom Konjunkturverlauf in den einzelnen Ländern abhängig ist. Quelle: www.handelszeitung.ch

+++ 6. Euro-Krise verschärft Fachkräftemangel in Europa +++
Trotz bestehender Engpässe bei Fachkräften haben Arbeitgeber in Europa ihre Budgets für Aus- und Fortbildung eingefroren oder zusammengestrichen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter Führungskräften durch den Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleiter Accenture. Demnach gaben 86 % der Befragten an, für die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter im vergangenen Jahr gleich viel oder deutlich weniger ausgegeben zu haben. Grund ist die schwierige wirtschaftliche Lage infolge der Euro-Krise. Lediglich in Deutschland wollen Arbeitgeber die Ausgaben für Aus- und Fortbildung erhöhen. An der Befragung nahmen 500 Führungskräfte aus Unternehmen, der öffentlichen Verwaltung und Organisationen der Zivilgesellschaft teil. Die Ergebnisse sind widersprüchlich: Obwohl die Arbeitslosigkeit in Europa hoch ist, berichteten 43 % der Befragten von Problemen, offene Stellen mit passenden Bewerbern besetzen zu können. Gleichzeitig sagten 72 %, dass Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft in diesem Bereich mehr investieren müssen. Allerdings erklärten lediglich 18 % der Führungskräfte, in den nächsten zwölf Monaten selbst mehr Geld für Aus- und Fortbildungsmaßnahmen in die Hand nehmen zu wollen. Quelle: www.accenture.de

+++ 7. Fünf Jahre Trinationaler Eurodistrict Basel (TEB) +++
Das Interesse der Gemeinden am Trinationalen Eurodistrict Basel (TEB) steigt. Darauf hat der Präsident Guy Morin (Basel) hingewiesen. Auch die Vize-Präsidenten Marion Dammann, Landrätin des Landkreises Lörrach, und Jean-Marie Zoellé, Maire von St. Louis, bewerteten die gemeinsame Arbeit positiv und hoben die Wichtigkeit der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit hervor. Die trinationale Kooperation sei so intensiv wie kaum je zuvor, meinte Morin. Als konkrete Beispiele nannte er die IBA Basel 2020, die mit neuen Visionen und Impulsen das Bild der Agglomeration über Jahre hinaus prägen wird. Das von der Europäischen Union (INTERREG) unterstützte Projekt wurde im Jahr 2009 vom TEB gestartet. Parallel dazu betonte er den wesentlichen Einfluss der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in Bezug auf das Agglomerationsprogramm Basel, bei dem er neben der strategisch übergeordneten Maßnahme eines Schienenanschlusses am Euroairport besonders auch die Elektrifizierung der Hochrheinstrecke sowie die grenzüberschreitenden Tramverlängerungen unterstrich. Erfreut zeigte sich Morin auch über das wachsende Interesse von Gemeinden an einer Mitgliedschaft im Eurodistrict. Bis zur nächsten Vorstandssitzung im Juni erwarte man bis zu 25 neue Mitgliedschaftsanfragen. Aktuell stehe der Verein bei 61 Mitgliedern. Quelle: www.basel.ch

+++ 8. Fast jeder zweite Arbeitnehmer plant Jobwechsel +++
47 Prozent der Deutschen ziehen einen Jobwechsel in den kommenden zwölf Monaten in Erwägung. Der Grund: Sie sind unzufrieden mit den Arbeitsbedingungen. Schlechte Aussichten auf eine Beförderung und eine Bezahlung, die nicht der Position oder dem Arbeitseinsatz entspricht, sind die Hauptgründe für die Wechselbereitschaft. Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Umfrage des Personalberaters ManpowerGroup zum Thema "Jobzufriedenheit". Fast jeder zweite Arbeitnehmer in Deutschland liebäugelt mit einem Jobwechsel. Eine häufige Ursache ist der aktuellen Studie "Jobzufriedenheit" der ManpowerGroup zufolge, dass die eigene Karriere im Unternehmen ins Stocken geraten ist. Jeder fünfte Arbeitnehmer bemängelt, dass er beruflich nicht weiterkommt. Männer beklagen diesen Umstand mit 25 Prozent besonders häufig. Bei den Frauen geben 17 Prozent an, in Sachen Karriere bei ihrem aktuellen Arbeitgeber nicht voranzukommen. Quelle: www.manpower.de

+++ 9. Lebenslanges Lernen unerlässlich +++
Die berufliche Weiterbildung ist nach einer Umfrage des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft über alle Altersklassen hinweg fester Bestandteil der Karriereplanung. Fast dreiviertel aller Erwerbsfähigen halten lebenslanges Lernen und berufliche Weiterbildung für unverzichtbar oder sehr wichtig. Danach erachten insbesondere überdurchschnittlich viele Selbstständige (78 %) sowie Beschäftigte in höheren Positionen (85 %) berufliche Weiterbildung für unerlässlich. Auch für viele ältere Beschäftigte ist eine kontinuierliche Weiterbildung unabdingbar notwendig. In der Altersgruppe der 45- bis 59-Jährigen halten 76 % lebenslanges Lernen und berufliche Weiterbildung für unverzichtbar bzw. sehr wichtig. Sogar bei den Befragten im Alter ab 60 Jahren sind noch 69 % dieser Meinung. "Diese Ergebnisse zeigen deutlich, dass der demografische Wandel und eine damit verbundene längere Berufstätigkeit in der Gesellschaft angekommen ist", äußerte Herbert Loebe, Hauptgeschäftsführer des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e.V. Quelle: www.bbw.de

+++ 10. Schwebend - von der Leichtigkeit des Steins +++
Wie hängen Mythen und Erzählungen über "Werden, Sein und Vergehen" mit den Falten des Museumsdachs zusammen? Was haben Steine mit Leichtigkeit zu tun? In der Ausstellung "Schwebend - von der Leichtigkeit des Steins" im Museum der Kulturen Basel werden vom 26. April bis 15. Juli 2012 ethnologische Themen und künstlerische Aussagen zueinander in Beziehung gesetzt - schwebend, leicht. In der Ausstellung "Schwebend - von der Leichtigkeit des Steins" sind bewegliche Installationen des südafrikanischen Künstlers Justin Fiske zu sehen. Mit hunderten am Rheinufer gesammelten Steinen, die er von der Decke hängend miteinander verknüpft, hat er komplexe, in ihrer Mechanik faszinierende Installationen kreiert, die von den Besuchern in Bewegung gesetzt werden können. Die animierten Steine scheinen zwischen Himmel und Erde zu schweben, der Schwerkraft enthoben. Fiskes Installationen treten mit ethnographischen Objekten aus der Sammlung des Museums der Kulturen und der markanten Dacharchitektur von Herzog & de Meuron in einen spielerischen, sinnlichen Dialog über das menschliche Werden, Sein und Vergehen. Quelle: www.mkb.ch

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