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BWL-Institut Basel


All the problems of the world could be settled
easily if men were only willing to think.


Thomas J. Watson
(1874 - 1956, erster Präsident von IBM)


www.bwl-institut.ch
Ausgabe Nr. 87
01.11.2011
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INHALT

1. Schweizer Wirtschaft wächst langsamer
2. Pharmakonzern Novartis streicht 2000 Stellen
3. Leumund 2.0: Ein guter Ruf im Internet entscheidet
4. Stellenbeschreibungen und Profile erstellen
5. FamilienStudienreisen: Jede Menge Gaudi - nicht nur in Barcelona
6. Teilzeit gilt bei Arbeitnehmern als Karrierekiller
7. Festhalten am traditionellen Rollenbild
8. Basel kooperiert mit Shanghai
9. "TagesWoche" ist die neue Stimme in Basel
10. Winterzeit: Fit mit dem richtigen Licht


+++ 1. Schweizer Wirtschaft wächst langsamer +++
Das Wachstum der Schweizer Wirtschaft verlangsamt sich nach Prognosen der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF). Im Oktober 2011 fiel das Konjunkturbarometer um 0,41 Punkte auf 0,80. Eine Rezession sei aber nicht zu erwarten. Nach dem markanten Rückgang im August und September ist der Index im Oktober ähnlich stark gesunken. Das Konjunkturbarometer basiert auf einem multisektoralen Design mit drei Modulen. Das Modul "Kern-BIP" (Gesamtwirtschaft ohne Bau- und Kreditgewerbe) verbleibt noch knapp im positiven Bereich, weist aber einen deutlich rückläufigen Trend auf. Das Modul "Baugewerbe" verharre ausgeprägt im positiven Bereich. Das Modul "Kreditgewerbe" habe sich leicht abgeschwächt, bleibt aber ebenfalls im positiven Bereich. Quelle: www.kof.ethz.ch

+++ 2. Pharmakonzern Novartis streicht 2000 Stellen +++
Der Schweizer Pharmakonzern Novartis streicht laut eigener Ankündigung in der Schweiz und den USA rund 2000 Stellen. Es handele sich um Kostensenkungsmaßnahmen, die über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren umgesetzt werden. Auf dem Novartis Campus sei geplant, eine Chemieanlage zu schliessen und diese Aktivitäten auf andere Standorte zu verlagern. Basel werde allerdings der größte Forschungsstandort von Novartis bleiben. "Es wird erwartet, dass in Basel in den kommenden Jahren insgesamt 760 Vollzeitstellen abgebaut werden", so der Pharmakonzern. Das Campus Projekt mit der Vision 2030, Arbeitsraum für rund 10 000 Mitarbeitende zu schaffen, bleibe intakt, betont Novartis. Die Entwicklung werde "unter Berücksichtigung der aktuellen wirtschaftlichen Lage" fortgeführt. Darüber hinaus werde Novartis rund CHF 34 Millionen in die Einrichtung einer technologischen Anlage auf dem Basler Campus investieren, in der innovative kontinuierliche Herstellungstechnologien getestet und auf ihre Einsatzreife geprüft werden. Novartis steigerte im dritten Quartal den Umsatz um 18 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis kletterte um elf Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Quelle: www.novartis.ch

+++ 3. Leumund 2.0: Ein guter Ruf im Internet entscheidet +++
Eine gute Reputation im Internet entscheidet maßgeblich darüber, welche Karrierechancen Bewerber bei deutschen Unternehmen haben. 86 Prozent aller Personalberater führen inzwischen Online-Recherchen über Bewerber durch. 62 Prozent der befragten Recruiter gaben an, dass sich eine gute Online-Reputation der Bewerber positiv auf deren Karrierechancen auswirke. Das ergab eine empirische Studie über die Bedeutung von Online-Reputation aus Sicht von Personalberatern in Deutschland, die Reputation-Management-Spezialist Reputeer zusammen mit Prof. Dr. Thomas Peisl von der Hochschule München veröffentlicht hat. 94 Prozent der Personalberater sagen, dass die Bedeutung von Online-Reputation in Zukunft zunehmen werde. Hauptsächlich Führungskräfte, High Potentials, Young Professionals und Angestellte mit großer Außenwirkung (z. B. im Vertrieb) müssen damit rechnen, dass vorab im Internet über sie recherchiert wird, so die Ergebnisse der Studie. "Für immer mehr Berufsgruppen ist es von höchster Priorität, sich um eine gute Online-Reputation zu kümmern und aktives Reputationsmanagement zu betreiben", interpretiert Reputeer-Geschäftsführerin Melanie Vogelbacher die Studienergebnisse. Quelle: www.reputeer.de

+++ 4. Stellenbeschreibungen und Profile erstellen +++
Stellenbeschreibungen und Anforderungsprofile dienen nicht nur dem Zweck, die Positionen in einem Unternehmen zweckmäßig zueinander in Beziehung zu setzen. Durch sie erhalten Mitarbeiter auch ganz nachvollziehbar umrissene Tätigkeits- und Verantwortungsfelder und somit Klarheit in Bezug auf die Erwartungen hinsichtlich ihrer fachlichen und persönlichen Anforderungen. Daraus lassen sich Entwicklungsperspektiven ableiten. Genau diese Faktoren tragen erheblich zur Mitarbeiterzufriedenheit und zur Mitarbeiterbindung bei. So sieht es Gabriele Wilk, Autorin des jetzt bei Haufe erschienenen Praxisratgebers "Stellenbeschreibungen und Anforderungsprofile". Das Buch zeigt, wie man unternehmensspezifische Formulierungsbausteine und Standards für Stellenbeschreibungen und Anforderungsprofile entwickelt. Beispielhafte Musterformulare und Checklisten unterstützen dabei. 35 fertige Stellenbeschreibungen mit Anforderungsprofilen zu vielen wichtigen Positionen u. a. aus den Bereichen Führung, Elektrotechnik oder Vertrieb können individuell angepasst und sofort eingesetzt werden. Info: "Stellenbeschreibungen und Anforderungsprofile" von Gabriele Wilk, Broschur mit CD-ROM, 199 Seiten, 34,80 Euro, erschienen bei Haufe-Lexware, ISBN 978-3-648-01278-9. Quelle: www.haufe-lexware.com

+++ 5. FamilienStudienreisen: Jede Menge Gaudi - nicht nur in Barcelona +++
Schatzsuche im Istanbuler Topkapi-Palast oder Rallye im Wissenschaftsmuseum von Barcelona: Studiosus hat für die Saison 2012 zwei neue "FamilienStudienreisen" in die Trendmetropolen Spaniens und der Türkei aufgelegt. Der jetzt erschienene Katalog bündelt insgesamt 15 Reisen für Eltern, Alleinerziehende, Großeltern, Tanten, Onkel und Patchworkfamilien mit Kindern zwischen sechs und 14 Jahren, die einen etwas anderen Urlaub erleben möchten. Die Programme zeichnen sich durch eine kindgerechte Reiseleitung und unterhaltsame Aktivitäten für Groß und Klein aus. Preisbeispiel Barcelona: Ein Besuch von Gaudís Sagrada Familia, eine Rallye durch die Welt der Wunder im Wissenschaftsmuseum und ein Quiz im Heckenlabyrinth stehen auf dem Programm der neuen fünftägigen "FamilienStudienreise". Im Preis ab 769 Euro pro Kind und ab 1384 Euro pro Erwachsenem ist ein umfangreiches Leistungspaket mit Flug, Bahnanreise in der 1. Klasse zum Abflugsort von jedem Bahnhof in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Übernachtungen im Vier-Sterne-Hotel, Halbpension und Reiseleitung enthalten. Informationen gibt es in Reisebüros oder unter 00800 - 2401 2401 (gebührenfrei aus D, A und CH). Info: www.studiosus.com/reisen/2012/ST/0945. Quelle: www.studiosus.com

+++ 6. Teilzeit gilt bei Arbeitnehmern als Karrierekiller +++
Insgesamt elf Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland sind Teilzeit beschäftigt. Das heißt, sie arbeiten weniger als 32 Stunden pro Woche. Wie wirkt sich diese Form der Arbeit auf die Karriere aus? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine aktuelle Arbeitnehmerbefragung im Rahmen des Randstad Arbeitsbarometers. 62 Prozent der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen geben an, dass ihre Firma Mitarbeiter, die Teilzeit arbeiten wollen, unterstützt. Das heißt also, die Mehrheit der Arbeitgeber ist der Teilzeitbeschäftigung gegenüber aufgeschlossen. Bei den Arbeitnehmern hingegen gilt diese Form der Arbeit als absolutes No-Go für die Karriere. 46 Prozent der weiblichen und sogar 58 Prozent der männlichen Angestellten bezeichnen Teilzeit als Karrierekiller. "Das Arbeitsbarometer zeigt in Bezug auf Teilzeit, dass eine große Diskrepanz zwischen den Einschätzungen der Arbeitnehmer und denen der Arbeitgeber herrscht", sagt Petra Timm, Sprecherin von Randstad Deutschland. "Nur wenn Unternehmen aktiv die Karrierechancen der Teilzeit aufzeigen, wird sich diese Form der Arbeit in Deutschland etablieren." Quelle: www.randstad.de

+++ 7. Festhalten am traditionellen Rollenbild +++
Emanzipierte Frauen haben keine Zeit mehr für ihren Mann, die Familie und die Kinder, sind nur an ihrem Beruf und ihrer Karriere interessiert. So oder ähnlich denken offenbar noch immer viele Männer und auch Frauen in Deutschland. Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der "Apotheken Umschau" sind mehr als ein Drittel der Deutschen (37,0 Prozent) der Meinung, die Infragestellung traditioneller Rollenbilder habe bisher nur zu einer "völligen Verunsicherung von Männern und Frauen" geführt. Vor allem Männer wünschen sich das traditionelle Modell von der Frau als Hausfrau und Mutter zurück. Fast die Hälfte der männlichen Befragten (47,1 %) betont, dieses habe sich "über Jahrhunderte bewährt" und sollte wieder an Bedeutung gewinnen. Immerhin pflichten den Männern in diesem Punkt 35,9 Prozent der Frauen bei. Während allerdings fast jeder siebte Mann (15,2 %) tatsächlich noch der Meinung ist, das Wort aus der Bibel "Die Frau sei dem Manne untertan" habe auch heute noch seine Berechtigung, trifft dies nur auf 7,1 Prozent der deutschen Frauen zu. Quelle: www.apotheken-umschau.de

+++ 8. Basel kooperiert mit Shanghai +++
Eine Delegation mit Experten des Basler Bau- und Verkehrsdepartements (BVD) hat in Shanghai ihre Amtskollegen aus dem Urban Planning and Land Resource Administration Bureau getroffen. Es hat ein intensiver Austausch über Stadtplanung, Mobilität, Stadtgrün und Denkmalpflege stattgefunden. Die Arbeitsreise - ein Gegenbesuch - habe konkrete Projekte und Kooperationen zur Folge, so die Stadt Basel in einer Pressemitteilung. Die BVD-Delegation erhielt einen faszinierenden Einblick in die räumliche Planung einer extrem dynamischen Metropole, in der inzwischen rund 24 Millionen Menschen leben. Shanghai setzt auf hohe städtebauliche Verdichtung und einen schnellen Ausbau des öffentlichen Verkehrs, besonders der Metro, um das rasante Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum zu bewältigen. Die Aktivitäten im Rahmen der Städtepartnerschaft folgen dem Grundsatz "Stärken der Stärken", das heisst, es werden Inhalte und Themen weiterverfolgt, welche für beide Städte von Interesse sind. Dabei fokussiert sich Basel auf die Standortstärken in den Bereichen Forschung/Spitzenmedizin, Bildung, Kultur und Wirtschaft. Quelle: www.basel.ch

+++ 9. "TagesWoche" ist die neue Stimme in Basel +++
Eine neue Stimme: Die neue Basler Zeitung "TagesWoche" setzt seit 28. Oktober auf eine Mischung alter und neuer Techniken. Sie kombiniert eine wöchentliche Print- mit täglichen Online-Ausgaben. Das neue Hybrid-Medium mit crossmedialer Vernetzung redet mit und gibt zu reden. Die TagesWoche setzt laut Eigenanspruch neue Themen, nimmt Themen auf, ist unüberhörbar. Die Redaktion überrascht täglich online auf tageswoche.ch und liefert in der Wochenzeitung "TagesWoche" jeden Freitag zusätzliche Neuigkeiten, Hintergründe, Reportagen, Interviews, Analysen, Kommentare und Kolumnen. Im Blog können Leser den Redakteuren bei der Projektarbeit über die Schulter blicken. Laut Eigendarstellung soll sich eine Dialogkultur entwickeln: Die Autorinnen und Autoren wollen sich den Fragen der Leser stellen. "Wir möchten, dass Sie sich einmischen, und wir tun es auch", so die Redaktion. Quelle: www.tageswoche.ch

+++ 10. Winterzeit: Fit mit dem richtigen Licht +++
Die Winterzeit ist nach der Zeitumstellung da: Damit beginnt die dunkle und lichtarme Jahreszeit. "Für unsere biologische Uhr ist dies eine besondere Herausforderung, denn Licht ist ihr wichtigster Zeitgeber", so Biologe Dr. Andreas Wojtysiak, der bei Osram die Wechselwirkung von künstlichem Licht und biologischer Uhr erforscht. Um in der Winterzeit der inneren Uhr auf die Sprünge zu helfen, empfiehlt er: Tagsüber sollte man für ausreichend Licht mit kühler Farbtemperatur (weiß-bläulich) sorgen. Im Büro sind so genannte "Skywhite"-Leuchtstofflampen mit tageslichtähnlicher Lichtfarbe eine gute Wahl. Abends sollte der Blauanteil, z. B. mit Halogenlampen, möglichst reduziert werden. Auf nächtliches Internetsurfen mit dem Notebook sollte man aufgrund der bläulichen Display-Hinterleuchtung verzichten. Am Wochenende - und so häufig wie möglich auch unter der Woche - sollte man die natürliche Licht-Wirkung nutzen und viel Zeit an der frischen Luft verbringen. Quelle: www.osram.de

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