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BWL-Institut Basel


All the problems of the world could be settled
easily if men were only willing to think.


Thomas J. Watson
(1874 - 1956, erster Präsident von IBM)


www.bwl-institut.ch
Ausgabe Nr. 43
31.05.2007
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INHALT

1. Personalberater sehen beste Aussichten für Jobsuchende
2. Europäische Vorstandschefs wackeln häufig
3. Empfehlungen wichtigster Karriere-Turbo
4. Coaching gespart - Ergebnis halbiert
5. Die Schweiz ist Kochweltmeister
6. BuchBasel erfolgreich beendet
7. Swisslos mit ausgezeichnetem Ergebnis
8. Spaziergang mit Klimt am Attersee
9. Unternehmen nicht für Betrugsfälle gerüstet
10. Digitale Wirtschaft beklagt Fachkräftemangel


+++ 1. Personalberater sehen beste Aussichten für Jobsuchende +++
Das Geschäft der deutschen Personalberater brummt: Damit bieten sich Jobsuchenden so gute Bedingungen für einen Stellenwechsel wie seit Jahren nicht mehr. Die Personalberatungsunternehmen erhielten 2006 von ihren Klienten knapp 58.000 Suchaufträge (2005: 49.500). Dadurch stieg der Gesamtumsatz der Branche im Jahre 2006 im Vergleich zum Vorjahr um 19,4 Prozent und liegt bei 1,15 Milliarden Euro (2005: 970 Millionen Euro). Das sind die Ergebnisse der Studie "Personalberatung in Deutschland 2006/2007", die der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e. V. vorstellte. "Deutsche Unternehmen befinden sich in vielen Branchen wieder auf Expansions- und Innovationskurs. Für ihre ambitionierten Ziele benötigen sie zusätzliche Mitarbeiter", beschreibt BDU-Vizepräsident Dr. Joachim Staude die momentane Arbeitsmarktsituation. Hinzu komme die kürzere Verweildauer von Führungskräften in den Vorstands- und Geschäftsleitungsetagen. Quelle: www.bdu.de

+++ 2. Europäische Vorstandschefs wackeln häufig +++
Die jüngsten spektakulären Wechsel an der Spitze europäischer Unternehmen spiegeln einen grundsätzlichen Wandel in der Beziehung zwischen Vorstandschefs (CEO), Verwaltungsrat und Investoren wider. Zusätzlich fordern vor allem zahlreiche Übernahmen und Merger sowie stetig steigende Anforderungen an die Unternehmenslenker ihren Tribut. Dies belegt die aktuelle CEO Succession-Studie der internationalen Strategie- und Technologieberatung Booz Allen Hamilton. Weltweit nahmen 14,3 Prozent aller CEOs ihren Hut (2005: 15,5 Prozent). Diese gemilderte Entwicklung gilt allerdings nur für USA und Asien. In Europa dagegen stiegen die Zahlen auf das Rekordniveau von 15,4 Prozent. Auch im deutschsprachigen Raum kletterte die Wechselquote von 9,7 Prozent (2005) auf 10,7 Prozent im abgelaufenen Jahr. Die größte Wechselhäufigkeit besteht international im Telekommunikationssektor (23,5 Prozent). Die Zahl der Abgänge hat sich dort gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt. Im deutschsprachigen Raum schnellte der Anteil der Wechsel sogar von 17 Prozent (2005) auf 50 Prozent (2006) hoch. Global folgen in der Liste der "gefährlichsten" Branchen die Versorger und der Gesundheitssektor mit jeweils 17,8 Prozent. Die Informationstechnologie in Deutschland, Österreich und der Schweiz liegt erneut mit 17 Prozent auf dem zweiten Platz. Auf Rang drei folgen Banken, Versicherungen und andere Finanzdienstleister (15 Prozent). Quelle: www.boozallen.ch

+++ 3. Empfehlungen wichtigster Karriere-Turbo +++
Persönliche Einschätzungen Dritter über die Kompetenzen und Soft Skills eines zukünftigen Mitarbeiters sind auch im Online-Networking der wichtigste Karriere-Turbo. Genauso spielen für zukünftige Mitarbeiter nicht nur Gehaltsvorstellungen eine Rolle, sondern auch Faktoren wie Arbeitszeitmodelle, Kultur und Entwicklung eines Unternehmens. Solche Informationen lassen sich schwer aus Jobanzeigen herausfiltern und selten durch gründliche Recherchen herausfinden. Hier können häufig (ehemalige) Mitarbeiter des Wunschunternehmens weiterhelfen, die man über Online-Netzwerke wie Xing (www.xing.com) oder LinkedIn (www.linkedin.com) suchen und ansprechen kann. Gleichzeitig sieht der Nutzer, welche bestehenden Kontakte zu der entsprechenden Zielperson führen und sich weitervermitteln lassen. Quelle: www.linkedin.com, www.xing.com

+++ 4. Coaching gespart - Ergebnis halbiert +++
Vladimir Klitschko als Sprintkönig im Team Telekom, Steffi Graf als Sumo-Ringerin oder Oliver Kahn als Tanzclubkapitän: In der Sportarena würden Manager solche Fehlbesetzungen sofort erkennen und sich nicht über Niederlagen wundern. Bei der Besetzung von Führungspositionen im eigenen Unternehmen beweisen sie jedoch häufig weitaus weniger Fingerspitzengefühl. Dabei wirken sich in der Wirtschaft wie im Sport Fehlgriffe sofort aus: Wenn der Mann oder die Frau an der Spitze die Chefrolle nicht richtig ausfüllt und für eine positive Führungskultur sorgt, büßen Unternehmen laut einer Studie der Unternehmensberatung Hay Group bis zu 50 Prozent ihres Ergebnisses ein. Anders als Manager im Spitzensport können Unternehmenslenker nicht auf die Nachwuchsarbeit von Vereinen aufbauen, die laufend neue Talente identifizieren und gezielt fördern. Für das Management von Unternehmen gibt es weder öffentliche Kaderschmieden noch lässt sich die Kunst des Führens in Hörsälen erlernen. Was die Unternehmen in ihrer Fixierung auf Kostensenkung vernachlässigt haben, sind Führungskräfteprogramme, die den Nachwuchs kontinuierlich coachen. "Gerade deutsche Unternehmen haben den engen Zusammenhang zwischen Führungsstil, Organisationsklima und nachhaltigem Wachstum aus den Augen verloren", sagt Uwe Rüger, Mitglied der Hay Group-Geschäftsleitung. Diese Personalpolitik räche sich in der derzeitigen Wachstumsphase. Quelle: www.haygroup.de

+++ 5. Die Schweiz ist Kochweltmeister +++
Mit dem hauchdünnen Vorsprung von 0,2 Punkten erkochte sich die Nationalmannschaft des Schweizer Kochverbandes den Weltmeistertitel. Auf Platz zwei folgte Kanada vor dem als Favoriten gehandelten Team Norwegens. Die Schweiz sicherte sich den WM-Titel durch eine Gold- und zwei Silbermedaillen in der kalten Show (Schauplatten, Fingerfood, Torten und Pralinen). Im so genannten warmen Wettbewerb, bei dem ein Dreigang Menü für 200 Gäste zubereitet werden musste, erkämpfte sich das Team die Silbermedaille. Das Schweizer Dreigang-Menü bestand aus einer Hummervariation "St. Moritz", einem Lamm "Schweizer Art" und einer süßen Kombination "Ascona". Die Weltmeisterschaften mit zwölf Ländern fanden vom 19. bis 22. Mai in Chicago im Rahmen der größten Gastronomiemesse der USA statt. Quelle: www.union-kochverband.ch

+++ 6. BuchBasel erfolgreich beendet +++
Ihre Leidenschaft für Autoren, Bücher und das Lesen haben 41.935 Besucherinnen und Besucher (Vorjahr: 41.920) aus der gesamten Schweiz und Süddeutschland an der BuchBasel 2007 bekundet. Die dreitägige Buch- und Medienmesse sah 425 ausstellende Verlage und 246 Autoren, Verleger und andere Persönlichkeiten aus aller Welt. Das Publikum zeigte sich nach Angaben der Messebetreiber von der Breite der angebotenen Literatur begeistert, die Aussteller lobten das qualifizierte Interesse der Besucher. Drei Viertel der Besucherinnen und Besucher haben auf der Messe etwas gekauft. Die BuchBasel hat mit ihrer jüngsten Ausgabe ihre Bedeutung als wichtigste Schweizer Literatur- und Medienplattform für ein breites Publikum bestätigt. Die nächste Buch- und Medienmesse mit Internationalem Literaturfestival findet vom 2. bis 4. Mai 2008 statt. Parallel zur BuchBasel 2008 wird erstmals die Messe "Weiterbildung Basel" lanciert. Quelle: www.buchbasel.ch

+++ 7. Swisslos mit ausgezeichnetem Ergebnis +++
Mit einem Gewinnwachstum von 12 Prozent, einem Bruttospielertrag von 559 Millionen Franken und einem Reingewinn von 347 Millionen Franken hat die Schweizer Lotteriegesellschaft Swisslos (Basel) das Geschäftsjahr 2006 mit einem ausgezeichneten Ergebnis beendet. 331 Millionen Franken fließen in die kantonalen Lotteriefonds zur Unterstützung gemeinnütziger Projekte in den Bereichen Kultur, Natur, Soziales und Breitensport. 16 Millionen Franken fließen via Sport-Toto-Gesellschaft in den nationalen Sport. Nutznießer sind namentlich Swiss Olympic, der Schweizer Fußball (Verband und Liga) und das Schweizer Eishockey (Verband und Liga). Die Swisslos Interkantonale Landeslotterie ist eine Genossenschaft, deren Genossenschafter die Kantone der Deutschschweiz und der Kanton Tessin. Im Auftrag dieser zwanzig Kantone bietet Swisslos Lotteriespiele an - Zahlenlottos (Swiss Lotto und Euro Millions) und eine ganze Reihe von Losen. Quelle: www.swisslos.ch

+++ 8. Spaziergang mit Klimt am Attersee +++
Wie viele andere Künstler auch ließ sich Gustav Klimt Anfang des 20. Jahrhunderts am Attersee im österreichischen Salzkammergut für seine Arbeiten inspirieren. Über fünfzig seiner großartigen Landschaftsbilder sind hier entstanden. 100 Jahre später lädt der Themenweg "Klimt am Attersee" ein, sich auf die Spuren des Wiener Jugendstilmalers zu begeben. Der Weg führt entlang des Nord- und Südufers über 24 Stellen, an denen zum Teil seine Werke entstanden sind, zu Gustav Klimts Sommerdomizilen in Litzlberg, Kammer und Weißenbach. Mehrere Einstiegsmöglichkeiten in den Klimt-Themenweg gibt es an der Promenade von Seewalchen. Hier erhält man auch Auskunft über Klimts Leben und Werk. An einigen Info-Tafeln kann mit einem "Sucher" - wie einst Klimt selbst - seine eigenen Landschaften komponieren. Zweisprachige Texte, Gemälde und historische Fotografien informieren an den Punkten über Klimts Leben und Werke. Zusätzliche Details erfährt man von einem Klimt-Führer, der sich in Begleitung interessierter Besucher zwischen Mai und Ende September auf Gustav Klimts Spuren begibt. Quelle: www.salzkammergut.at

+++ 9. Unternehmen nicht für Betrugsfälle gerüstet +++
Während Kriminelle heutzutage gestohlenes Geld und geistiges Eigentum im Nu elektronisch um die Welt schicken können, sind Unternehmen oftmals kaum dafür gerüstet, internationale Betrugsfälle schnell und wirksam zu untersuchen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von KPMG. "Betrüger operieren über internationale Grenzen hinaus", erklärt John Ederer, stv. Leiter Forensic, KPMG Schweiz. "Deshalb müssen die Unternehmen künftig aufmerksamer sein, um Betrugsfälle erkennen und verhindern zu können. Unternehmen benötigen laut Ederer wirksame Prozesse, um diszipliniert und blitzschnell wie eine Art polizeiliche Spezialeinheit zu agieren. "Neben finanziellen Verlusten kann ein ineffizienter Untersuchungsprozess auch zur negativen Reputation eines Unternehmens führen, dessen Risikomanagement und die gute Corporate Governance nach sich ziehen." Gemäß Ederer sind fast 80 Prozent der Befragten überzeugt, dass die IT-Fähigkeiten in den nächsten fünf Jahren für den Erfolg von grenzübergreifenden Betrugsuntersuchungen noch wichtiger sein werden. Quelle: www.kpmg.ch

+++ 10. Digitale Wirtschaft beklagt Fachkräftemangel +++
Der Fachkräftemangel in der Digitalen Wirtschaft ist laut Brachenverband BVDW seit Monaten das herrschende Thema. Mit einem Maßnamenpaket will der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V. dem Trend entgegenwirken. Dazu zählen der Aufbau eines virtuellen Bildungsnetzwerkes und die Beteiligung am Projekt "Attraktive Arbeitsplätze für den Nachwuchs - Deutschlands Zukunft in der IKT" der Initiative D21 im Bereich "Digitale Kompetenz". Trotz der hohen Nachfrage der Branche nach Softwareentwicklern, Programmierern und IT-affinen Fachkräften in den Bereichen Forschung, Vertrieb und Marketing ist die Zahl der Erstsemester an den deutschen Universitäten und Fachhochschulen in der Informatik 2006 um fünf Prozent gesunken. "Der Fachkräftemangel ist schon heute ein echtes Wachstumshemmnis für die Digitale Wirtschaft und die Anwenderbranchen. Wirtschaft, Politik und Wissenschaft sind aufgefordert, gemeinsam entschlossen zu handeln", fordert BVDW-Geschäftsführerin Tanja Feller. Quelle: www.bvdw.org

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