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BWL-Institut Basel


Mach´ keine kleinen Pläne. Sie haben nicht den Zauber, das Blut der Menschen in Wallung zu bringen. Sie werden nicht realisiert. Mach´ große Pläne, setze Dir hoffnungsvoll die höchsten Ziele
- und arbeite.


Daniel Hudson Burnham
(1846 - 1942, Architekt in Chicago)


www.bwl-institut.ch
Ausgabe Nr. 39
04.01.2007
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INHALT

1. Gute Job-Aussichten für qualifizierte Bewerber im Jahr 2007
2. Mittelstand sieht anhaltenden Aufschwung
3. "Wenn die Familie den Laden schmeißt" als Hörbuch
4. Lieber kürzer und öfter urlauben
5. Deutsche Automobilindustrie ist Weltmeister
6. Neue Plattform für Frau in technischen Berufen
7. Exklusive Reisen rund um den guten Tropfen
8. Wenn der Job stimmt, macht auch der Haushalt Spaß
9. Führungskräfte geben Konzernmanagern miserable Noten
10. Bestseller "Musterbrecher - Führung neu leben" geht in 2. Auflage


+++ 1. Gute Job-Aussichten für qualifizierte Bewerber im Jahr 2007 +++
Die 1.000 größten deutschen Unternehmen blicken optimistisch ins neue Jahr. Über ein Drittel der im Rahmen der Studie "Recruiting Trends 2007" befragten Teilnehmer möchte zwischen 100 und 500 neue Mitarbeiter einstellen. Gleichzeitig sehen die befragten Unternehmen mittelfristig eine Knappheit an qualifizierten Bewerbern über alle Branchen hinweg. Daraus schließt das Online-Karriereportal Monster Worldwide, dass Unternehmen Maßnahmen ergreifen müssen, um qualifizierte Bewerber schneller als Wettbewerber zu identifizieren und eingehende Bewerbungen effizienter bearbeiten zu können. Erstmals seit Durchführung der Studie äußern 56,8 Prozent der befragten Unternehmen eine Präferenz für elektronische Bewerbungen. Diese Präferenz entspricht offensichtlich den Bedürfnissen der Bewerber. Der Anteil der elektronischen Bewerbungen steigt weiter: Mit 51,3 Prozent geht bereits jede zweite Bewerbung elektronisch ein. Quelle: www.monster.de

+++ 2. Mittelstand sieht anhaltenden Aufschwung +++
Trotz weiter hoher Bürokratie und Steuerbelastung sieht Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), den Mittelstand im Aufwärtstrend. 62 Prozent der Klein- und Mittelbetriebe wollen laut einer Befragung von 2.300 Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten ihren Mitarbeiterbestand halten. Rund 29 Prozent planen sogar, zusätzliche Arbeitskräfte einzustellen. Nahezu alle Mittelständler (98,4 Prozent) denken nicht daran, Arbeitsplätze ins Ausland zu verlagern. 83 Prozent der Befragten erwarten eine verbesserte Geschäftslage. Die Politik müsse die Rahmenbedingungen verbessern und die Unternehmenssteuerreform bereits 2007 vorziehen, fordert Ohoven. Zur Flexibilisierung des Arbeitsmarktes schlug er vor, den Kündigungsschutz für Betriebe bis 20 Mitarbeiter abzuschaffen. Zugleich sprach er sich für eine stärkere Beteiligung der Arbeitnehmer an Unternehmen durch Investivlohn-Modelle aus. Quelle: www.bvmwonline.de

+++ 3. "Wenn die Familie den Laden schmeißt" als Hörbuch +++
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) schaffen in Europa die meisten Arbeitsplätze. Rund 70 Prozent von ihnen sind Familienunternehmen. Franziska Müller Tiberini, Autorin von "Wenn Familie den Laden schmeisst", hat jetzt auch ein Hörbuch dazu veröffentlicht. In der Öffentlichkeit ist das Bewusstsein für die Bedeutung der Familiengesellschaften ihrer Ansicht nach in den letzten Jahren stark gewachsen. "Sie sind in unserer Gesellschaft genau so wichtig Nicht-Familien-Unternehmen, auch wenn sie von den Medien nicht immer so wahrgenommen werden", sagt sie. Ein Grund dafür liege an der Verschwiegenheit, die Familienunternehmen nicht im Rampenlicht stehen lässt. Das Hörbuch behandelt alle wichtigen Themen einer Familiengesellschaft von der Gründung über Wachstum der Organisation und Wandel bis zur Nachfolge. Dem Thema Frau und ihrer mannigfaltige Rolle im Familienunternehmen ist ein spezieller Teil gewidmet. Quelle: www.familienunternehmen.ch

+++ 4. Lieber kürzer und öfter urlauben +++
Der Erholungswert des Urlaubs lässt sich optimieren: Idealerweise sollten Arbeitnehmer den Jahresurlaub auf mehrere kürzere Auszeiten verteilen. "Nach drei bis vier Wochen ist der Erholungseffekt futsch", sagt Professorin Sabine Sonnentag, Arbeits- und Organisationspsychologin an der Universität Konstanz, in einem Interview mit der "Apotheken-Umschau". Die Länge des Urlaubs sei für die Erholung unerheblich, so Untersuchungen der Wissenschaftlerin - "vorausgesetzt, er dauert mindestens eine Woche". Sie rät, im Urlaub den normalen Tagesablauf annähernd beizubehalten. "Morgens darf man aber schon ausschlafen." Quelle: Apotheken-Umschau

+++ 5. Deutsche Automobilindustrie ist Weltmeister +++
Die deutsche Automobilindustrie hat nach Angaben ihres Verbandspräsidenten Prof. Dr. Bernd Gottschalk den Titel Exportweltmeister verteidigt. Die Ausfuhren von Produkten der Autoindustrie stieg im Jahr 2006 um acht Prozent auf rund 170 Mrd. Euro. "Zieht man die automobilen Importe ab, so ergibt sich ein beeindruckender Handelsbilanzüberschuss von nahezu 100 Mrd. Euro. Das ist ein Rekortwert", so der VDA-Präsident. Der Wert entspricht dem Zweifachen der Devisen, die Deutschland für Ölimporte ausgibt. Die Autobranche stellt rund 17 Prozent aller deutschen Exporte, dementsprechend groß ist ihr Gewicht für die Handelsbilanz. Etwa drei Viertel des gesamten Saldos werden mit Autos erwirtschaftet. Die Exportweltmeisterschaft ist laut Gottschalk Ausweis der Stärke und Qualität der Produkte, aber nicht gleichbedeutend mit der Weltmeisterschaft in der Wettbewerbsfähigkeit der Kosten. Immerhin stammen 40 Prozent der Wertschöpfung aus importierten Zulieferungen und Fertigprodukten von Niedriglohnländern. Quelle: www.vda.de

+++ 6. Neue Plattform für Frau in technischen Berufen+++
Mit lediglich zehn Prozent Frauenanteil in technischen Berufen rangiert die Schweiz im europäischen Vergleich im Schlussfeld. Demgegenüber weist beispielsweise das Nachbarland Österreich eine doppelt so hohe Frauenquote auf und Bulgarien beeindruckt mit einem Anteil von über 50 Prozent. Der in der Schweiz tiefen Quote will die vom Branchenverband SwissICT ins Leben gerufene Initiative KNIT (Kommunikationsnetzwerk der Informations- und Innovationstechnologien) begegnen. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, Frauen in technologischen Branchen zu fördern, zu beraten und zu unterstützen. Dazu wurden die vier Projektgruppen "Aus- und Weiterbildung", "Networking und Lobbying", "Ressource-Development" sowie "Veranstaltungen" gegründet. KNIT versteht sich als Plattform zur Förderung der Eigeninitiative von Frauen und setzt sich für die Chancengleichheit der Frau im Berufsleben ein. Quelle: www.swissict.ch

+++ 7. Exklusive Reisen rund um den guten Tropfen +++
Ob Whisky-Reisen nach Schottland, romantische Wein-Weekends in Frankreich oder die individuelle Weinreise nach Übersee - der Lüneburger Reisespezialist VinTour gibt Einblicke in die weite Welt des Weins. VinTour startet 2007 mit einem vielfältigen Angebot an Individualreisen, Hotelpaketen, Gruppenreisen zu ausgeschriebenen Reiseterminen sowie Sonderreisen nach Maß für Weinclubs oder Firmen. Für Freunde der Provence bietet sich ein filmreifer Aufenthalt an den Schauplätzen des Streifens "Ein gutes Jahr" an. Beste Frankenweine und deren Umgebung lassen sich beim Würzburger Barockfest genussvoll erleben. Wer es etwas hochprozentiger mag, den wird eine "Master Class" Whiskey-Reise nach Schottland erfreuen. Für alle Freunde von Zigarren und Rum hat VinTour eine Kuba-Reise im Programm. Quelle: www.vintour.de

+++ 8. Wenn der Job stimmt, macht auch der Haushalt Spaß +++
Wenn die Rahmenbedingungen im Job stimmen, fühlen sich Beschäftigte durch die Doppelbelastung aus Beruf und Haushalt nur selten überfordert. So lautet ein Ergebnis der repräsentativen INQA (Initiative Neue Qualität der Arbeit)-Studie "Was ist gute Arbeit?" bei mehr als 5.000 Befragten. Im Durchschnitt haben 23 Prozent der Männer und 55 Prozent der Frauen Probleme mit der Work-Life-Balance. Bei Menschen, die ihre Arbeitsbedingungen als gut einstufen, liegen die Zahlen bei vier Prozent für die Männer und 20 Prozent für die Frauen. 60 Prozent der Befragten sind laut Studie der Meinung, die Arbeit in Haushalt und Familie sei ein guter Ausgleich zur Arbeit im Beruf. Sogar 94,5 Prozent der Gruppe (Frauen: 92 Prozent, Männer 97 Prozent) geben an, Haus- und Familienarbeit stelle keine Beeinträchtigung der beruflichen Arbeit dar. Quelle: www.inqa.de

+++ 9. Führungskräfte geben Konzernmanagern miserable Noten +++
Deutschlands Vorständen und Geschäftsführern von Großkonzernen (mehr als 500 Mio. Euro Jahresumsatz) fehlt es vor allem an sozialer Verantwortung. Dies sagten 62 Prozent der deutschen Topmanager im Rahmen des siebten "Managerpanels", durchgeführt von der internationalen Personalberatung LAB Lachner Aden Beyer & Company. Negative Beurteilungen erhielten die Vorzeige-Manager auch in den Kriterien "Persönliches Image" (49 Prozent der Nennungen) und "Personalführung" (41 Prozent). Positiv wurde hingegen die unternehmerische Qualität der Konzernchefs bewertet: 50 Prozent der Befragten vergaben dafür die Schulnoten "Gut" oder "Sehr gut". Außerdem lobten 37 Prozent das internationale Niveau in den Chefetagen der Konzerne. "Große Konzerne hätten sich zunehmend zu seelenlosen Organisationen entwickelt, wo Erfolg und Karriere auf Kosten anderer an der Tagesordnung sind", begründete ein Panel-Teilnehmer die Unterschiede zum Mittelstand. Fast durchgängig gute Durchschnittsnoten erhielten demgegenüber die CEOs von Unternehmen des Mittelstandes (50 bis 500 Mio. Euro). Sie schnitten damit deutlich besser ab als ihre Konzernkollegen. So bekamen die Mittelständler von 77 Prozent der Teilnehmer ein "Gut" oder ein "Sehr gut" für ihre unternehmerische Qualität. "Die Kollegen-Schelte ist angesichts der negativen Berichterstattung über einige exponierte Führungspersönlichkeiten nicht frei von Populismus", relativiert Klaus Aden, Geschäftsführer von LAB & Company. "Fakt ist eine abnehmende Identifikation deutscher Topmanager mit Großunternehmen und deren Verantwortlichen", so Aden. Quelle: www.labcompany.net

+++ 10. Bestseller "Musterbrecher - Führung neu leben" geht in 2. Auflage+++ Der Bestseller "Musterbrecher - Führung neu leben" erscheint nach nur acht Monaten in der aktualisierten zweiten Auflage. Das Buch, Resultat jahrelanger Forschungsarbeit der Autoren Prof. Dr. Hans A. Wüthrich, Dirk Osmetz und Stefan Kaduk, bietet eine Fülle inspirierender und irritierender Beispiele unkonventioneller Führungsstile von unterschiedlichsten Personen aus Wirtschaft, Politik und Kultur. Die Autoren fordern damit Führungskräfte heraus, in und mit Paradoxien im Managementalltag zu leben, und sie plädieren für Muster brechendes Denken, für die Veränderung der inneren Haltung gegenüber Führung. Ziel sei es, aufzuhören, "als Marionette der eigenen Führungsreflexe zu funktionieren", so Prof. Wüthrich. Der Schweizer lehrt mit den Autoren an der Bundeswehruniversität München. Das Buch erscheint in der Reihe "uniscope" der Schweizer´schen Gesellschaft für Organisation und Management "SGO"-Stiftung für praxisnahe Managementforschung (Gabler Verlag, ISBN 978-3-8349-0507-9, CHF 69,40/ EUR 39,90). Quelle: www.sgi.ch

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