BWL bringt Dich weiter.

BWL-Institut Basel


Regeln für den Erfolg
Kennen Sie Ihre Zielgruppe!
Wenn Sie Ihren Kunden kennen, werden Sie seine Bedürfnisse besser verstehen. Konzentrieren Sie sich auf eine Zielgruppe mit ähnlichen Bedürfnissen, ähnlichen Zielen und Problemen.


www.bwl-institut.ch
Ausgabe Nr. 19
04.01.2005
Newsletter abmelden

 

INHALT
 
1. Jeder dritte Deutsche will 2005 mehr für seine Gesundheit tun
2. Hartz IV bringt Veränderungen für Arbeitnehmer
3. Arbeitnehmer-Umfrage: Hartz IV schadet dem Arbeitsmarkt
4. St.-Jakob-Park in Basel wird für 90 Millionen Franken erweitert
5. Ahnungslose Mitarbeiter gefährden die IT-Sicherheit
6. Basler Physiker haben neuartigen Diagnosechip entdeckt
7. Personalmanager für mehr Verbindlichkeit im Arbeitsrecht
8. Wachstumsstarke Unternehmen setzen auf leistungsgerechte Vergütung
9. Beschäftigte verschenken 75 Millionen Urlaubstage
10. Job-Börse www.arbeitsagentur.de mit neuen Funktionen

 

 +++ 1. Jeder dritte Deutsche will 2005 mehr für seine Gesundheit tun +++
Wichtigster Vorsatz für das neue Jahr: 32 Prozent der Bundesbürger 
wollen 2005 mehr für ihre Gesundheit tun - z. B. mehr Sport treiben. Das 
ergab eine repräsentative Umfrage der TV-Zeitschrift "Bildwoche" unter 
1.000 Befragten. Auf Platz zwei der guten Vorsätze: 22 Prozent der Befragten 
wollen sich mehr Zeit für die Familie nehmen. Es fällt auf: Das 
Bedürfnis ist bei Männer (26 Prozent) größer als bei Frauen 
(19 Prozent). "Mehr sparen", liegt mit neun Prozent an Platz drei der Antworten. 
Weitere wichtige Vorsätze: Abnehmen (neun Prozent), Rauchen aufhören 
(acht Prozent). 16 Prozent der Befragten haben keine Vorsätze gefasst. 


+++ 2. Hartz IV bringt Veränderungen für erwerbsfähige Arbeitslose +++
Nach dem so genannten Hartz-IV-Gesetz wird in Deutschland ab 1. Januar 2005 die 
Arbeitslosenhilfe und die Sozialhilfe für Erwerbstätige zum 
Arbeitslosengeld II zusammengelegt. In Westdeutschland liegt der Grundbetrag 
bei 345 Euro, im Osten bei 331 Euro. Für jedes Kind gibt es je nach Wohnort 
(Ost/West) und Alter 199 bis 276 Euro. Dazu werden die Kosten für Miete einer 
angemessenen Wohnung inklusive Heizkosten übernommen. Zuverdienstmöglichkeiten 
sollen die Aufnahme einer Tätigkeit attraktiver machen, sei es in einem Mini-Job 
oder in einem 1-Euro-Job, also gemeinnützigen Arbeiten, die mit Unterstützung 
der Arbeitsagenturen von Kommunen oder Wohlfahrtsverbänden angeboten werden sollen. 
Arbeitslose, die einen Zusatzjob ausschlagen, müssen mit Kürzungen beim 
ALG II rechnen. 


+++ 3. Arbeitnehmer-Umfrage: Hartz IV schadet dem Arbeitsmarkt +++
60 Prozent der deutschen Arbeitnehmer sind fest davon überzeugt, dass sich die 
"Hartz IV" negativ auf den Arbeitsmarkt auswirkt, wie die Online-Stellenbörse 
stellenanzeige.de in einer Umfrage unter 3.500 Arbeitnehmern zutage gefördert 
hat. 70 Prozent vertreten die Auffassung, dass die nach dem VW-Vorstand Peter Hartz 
benannte Reform viele Menschen schlechter stellen wird. Immerhin 30 Prozent halten 
die Hartz IV-Reform "im Prinzip" für richtig, 15 Prozent gehen allerdings die 
Kürzungen zu weit.


+++ 4. BATIGROUP realisert Basler St.-Jakob-Park +++
Der Basler St.-Jakob-Park wird für 90 Millionen Schweizer Franken erweitert. 
Die BATIGOUP wird im Auftrag des Fonds UBS Sima, dem größten Schweizer 
Immobilienfonds, der Kestenholz Gruppe und der Genossenschaft Stadion St. Jakob-Park 
wird das Projekt als Totalunternehmerin realisieren, teilte das Unternehmen mit. Das 
Projekt umfasst den Bau eines 70 Meter hohen Turms, die Erweiterung des bestehenden 
Shopping Centers, den Neubau der Stadion-Garage und eine Eventplattform. Die 
Bauarbeiten sollen im März 2005 beginnen und bis voraussichtlich Herbst 2007 
dauern, für den Turm bis 2008. Für die Architektur zeichnen Herzog & de Meuron 
verantwortlich. Bereits am 8. Dezember hat der Basler Grosse Rat grünes Licht 
für das Projekt gegeben. Für 60 Prozent der Mietflächen mit 30 Wohnungen 
und 13.000 qm kommerziellen Flächen liegen bereits Absichtserklärungen vor. 


+++ 5. Ahnungslose Mitarbeiter gefährden die IT-Sicherheit +++
Die eigenen Mitarbeiter sind ein großes Risiko für die IT-Sicherheit. 
Nicht einmal jedes dritte Unternehmen bietet Sicherheitsschulungen für die 
Angestellten an, wie eine Studie von "InformationWeek" und Mummert Consulting 
ergab. Versehentliche Fehler der Angestellten gefährden zunehmend die 
Informationssicherheit deutscher Unternehmen. Nur drei von fünf 
Beschäftigten, so die Einschätzung von IT-Verantwortlichen wissen, 
wie sie sicher mit ihren Daten umgehen. Umfassende Sicherheitsrichtlinien mit 
definierten Schutzzielen und Maßnahmen sollten daher in Unternehmen 
verbindlich festgeschrieben und kommuniziert werden. Besonders an der 
Informationsweitergabe hapert es jedoch.


+++ 6. Basler Physiker entdecken neuartigen Diagnosechip +++
Basler Physiker haben einen neuartigen Diagnosechip entwickelt, der teure 
Laboranalysen überflüssig machen soll, berichtet die Financial Times 
Deutschland. Nanoforscher an der Universität Basel haben einen halben 
Millimeter langen und einen zehntel Millimeter breiten Winzling mit einer 
Spitze aus Silizium entwickelt, der in Minutenschnelle Bluttests und präzise 
Genanalysen ermöglichen soll. Der Bereich der Diagnosechips verspricht 
als Modethema der Medizinforschung in den nächsten Jahren einen 
Milliardenmarkt. Ziel sind preiswerte, tragbare Medizincomputer, mit den 
Blutstropfen nach Erbkrankheiten, Antibiotika-Resistenzen oder Krebsgenen 
durchforsten und zu einer raschen Diagnose führen. Das Basler Unternehmen 
Concentris brachte im November 2004 bereits ein Analysegeräte 
für 135.000 Euro auf den Markt.


+++ 7. Personalmanager für mehr Verbindlichkeit im Arbeitsrecht +++
Deutsche Personalverantwortliche begrüßen eine Reform des Arbeitsrechts. 
94 Prozent der befragten Personalmanager befürworten ein einheitliches 
Arbeitsgesetzbuch, so das Ergebnis einer Meinungsumfrage unter 400 Personal-
verantwortlichen durch die Managementberatung Kienbaum. Gespalten sind die 
Personaler bei der Frage einer generellen Abfindungsregelung. 50 Prozent 
begrüßen eine Abfindungsregelung bereits bei Eintritt eines 
Arbeitnehmers in ein Unternehmen. "In der Schweiz gibt es keine Abfindungen 
und auch keinen mit Deutschland vergleichbaren Kündigungsschutz - aber 
Vollbeschäftigung. Österreich hat ein klares Abfindungssystem, 
finanziert über Versorgungskassen, in die der Arbeitgeber Beiträge 
entrichtet", so der Kienbaum-Arbeitsmarktexperte Jürgen Kunz. Wünschwert 
wäre in Deutschland ein schlüssiges Gesamtkonzept, um sichtbare 
Effekte auf dem Arbeitsmarkt zu erzielen.
 

+++ 8. Wachstumsstarke Unternehmen setzen auf leistungsgerechte Vergütung +++
Erst Leistung, dann Geld: Führungskräfte in wachstumsstarken Unternehmen 
werden wesentlich höher vergütet als ihre Kollegen in wachstumsschwachen 
Unternehmen, so das Ergebnis einer branchenübergreifenden Studie der 
Managementberatung Hewitt. So erhalten Manager in Unternehmen mit zweistelligen 
Zuwachsraten eine im Durchschnitt um fast 37 Prozent höhere Gesamtvergütung 
(Grundgehalt, Bonus und zum Zeitwert bewertete Vergütungsbestandteile) als 
Manager in einstellig wachsenden Unternehmen. Dabei ist die Differenz nicht in 
der Unternehmensgröße begründet. Im Gegenteil: Erfolgreiche 
Unternehmen erzielen ihre Ergebnisse mit weitaus weniger Mitarbeitern. 
 

+++ 9. Beschäftigte verschenken 75 Millionen Urlaubstage +++
Deutsche Arbeitnehmer haben 2004 rund 75 Millionen Urlaubstage im Wert von neun 
Milliarden Euro verfallen lassen. Jeder Berufstätige hat auf 2,2 Urlaubstage 
verzichtet, wie das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der 
DGB-eigenen Hans-Böckler-Stiftung berechnet hat. Bei 34,1 Millionen 
Beschäftigten sind das 75,02 Millionen Urlaubstage. Vor fünf Jahren 
haben die Beschäftigten 66 Millionen Urlaubstage "verschenkt". Als 
Hauptgrund für den Verzicht gibt das WSI die Angst um den Arbeitsplatz an. 
Zudem habe der Leistungsdruck zugenommen.


+++ 10. Job-Börse www.arbeitsagentur.de mit neuen Funktionen +++
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat ihre Job-Börse unter 
www.arbeitsagentur.de um neue Funktionen erweitert. Für 
verbesserte Benutzerfreundlichkeit sorgt die überarbeitete 
Suchmöglichkeit. Als neue Funktion steht registrierten Nutzern ein 
umfassendes Bewerber- und Bewerbungsmanagement zur Verfügung, um das 
Bewerbungsverfahren online über die Job-Börse abwickeln zu 
können. Dabei hat der Bewerber die Möglichkeit, Fotos, 
Arbeitszeugnisse und andere Unterlagen als Anlage für Bewerbungen 
zu speichern. "Mit diesen Neuerungen hat die BA viele Anregungen von 
Kunden aufgenommen und umgesetzt", sagt BA-Vorstandsmitglied Raimund Becker.



nach oben