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Ausgabe Nr. 126
05.12.2017
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Inhalt:
1. Täglich entstehen in der Schweiz 1.350 neue Stellen
2. Rolle des mittleren Managements verändert sich
3. Fachkräftemangel: Unternehmen erhöhen Recruiting-Budgets
4. Bewerbung Reloaded: Worauf sich Recruiter in Zukunft einstellen müssen
5. Schweizer Pharmaindustrie ist wichtiger regionaler Impulsgeber
6. Diese Unternehmen sind bei Rückkehrern begehrt
7. Mehr Erfolg im Einkauf durch höheren Frauenanteil
8. Österreich träumt von Pension mit 58 Jahren
9. Das wünschen sich deutsche Arbeitnehmer zu Weihnachten
10. Unfall bei der Weihnachtsfeier - wann zahlt die Versicherung?


+++ 1. Täglich entstehen in der Schweiz 1.350 neue Stellen +++
Die Angst vor einer grossflächigen Verdrängung menschlicher Arbeitskraft durch Computer und Roboter prägt die Debatte zur Digitalisierung. Doch die Arbeitsmarktzahlen weisen in eine ganz andere Richtung: In der Schweiz wird der Abbau von Jobs durch neu geschaffene Stellen sogar mehr als kompensiert. Dies ist die Erkenntnis einer aktuellen Untersuchung des Wirtschaftsdachverbands economiesuisse. Sogar 2015, als die Exportunternehmen unter dem viel zu starken Franken litten, konnte die Schweiz einen Zuwachs von netto über 32‘000 Stellen verzeichnen. Der hiesige Arbeitsmarkt ist von einer hohen Dynamik geprägt. Durchschnittlich gingen 2015 täglich rund 1250 Jobs verloren, davon 36,6 Prozent durch Firmenschliessungen. Gleichzeitig wurden aber jeden Tag auch durchschnittlich 1350 neue Stellen geschaffen, wovon 37,4 Prozent durch neue Unternehmen. Damit gehen jedes Jahr rund zehn Prozent aller Stellen in der Schweiz verloren und werden an anderer Stelle wieder geschaffen. Da die offiziellen Zahlen die innerbetriebliche Verlagerung von Jobs nicht erfassen können, dürfte die Dynamik in der Realität sogar noch deutlich grösser sein. Quelle: www.economiesuisse.ch

+++ 2. Rolle des mittleren Managements verändert sich +++
Die hohe Marktvolatilität führt bei 84 Prozent der Unternehmen zu grundlegenden Veränderungen in den Prozessen, Digitalisierung (81 Prozent) und Innovation (78 Prozent). Das stellt neue Anforderungen an das mittlere Management: 50 Prozent der Unternehmen sagen, dass sich die Rolle der mittleren Führungskraft verändert hat. Das ist das Ergebnis der Untersuchung "Führungsbarometer 2017" des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Change-Beratung Penning Consulting. Stephan Penning sagt: "Um dieser Projektverdichtung begegnen zu können, haben viele Unternehmen die Positionierung des mittleren Managements neu definiert." Insgesamt hat sich die Rolle der Mittelmanager bei der Hälfte der befragten Unternehmen nach eigener Angabe verändert. Wo diese Veränderung stattfand, übernimmt das mittlere Management immer häufiger die Rolle des Beraters und Entwicklers sich selbst steuernder Teams (78 Prozent). Quelle: www.penning-consulting.com

+++ 3. Fachkräftemangel: Unternehmen erhöhen Recruiting-Budgets +++
Fast zwei Drittel der deutschen Unternehmen geben an, nicht genügend qualifizierte Bewerbungen von Fachkräften zu erhalten. Schwierig ist die Situation dabei vor allem bei berufserfahrenen Fachkräften mit Hochschulabschluss. Das ist ein Ergebnis des aktuellen Recruiting-Reports 2017/2018, der jetzt von den Personalmarktexperten der Berliner index Gruppe veröffentlicht wurde. Die Unternehmen reagieren mit höheren Recruiting-Budgets und sprechen immer häufiger selbst potenzielle Kandidaten an. Der Bewerbermangel verschärft sich mittlerweile auf allen Ebenen. So erhalten 60 Prozent der deutschen Unternehmen nicht genügend Bewerbungen für Positionen in der Unternehmensführung, das sind 6 Prozent mehr als noch 2015. Auch an Berufseinsteigern wie Young Professionals und Hochschulabsolventen fehlt es: 41 Prozent der befragten Firmen empfangen auch aus dieser Zielgruppe nicht genügend passende Bewerbungen. Quelle: www.index-hr.de

+++ 4. Bewerbung Reloaded: Worauf sich Recruiter in Zukunft einstellen müssen +++
Schlechte Erfahrungen im Bewerbungsprozess sprechen sich herum. Arbeitgeber sind gut beraten, die Kandidaten schon mit ihrem Bewerbungsverfahren zu überzeugen. Entscheidend dabei: die Art der Bewerbung selbst. Und die erfindet sich gerade neu, so die Studie "Bewerbung der Zukunft" des Online-Karriereportals Monster und dem Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universität Bamberg. "Die Kandidaten sind zunehmend mobil unterwegs und möchten sich dann auch so bewerben", so die Einschätzung von Studienleiter Prof. Dr. Tim Weitzel. Die Studie zeigt: Unternehmen planen, für Bewerbungsverfahren verstärkt digitale Kanäle und soziale oder berufliche Netzwerke zu nutzen. Schließlich suchen Millennials ja auch heute schon am häufigsten online nach einem neuen Job2 - digitale Bewerbungen sind da die logische Schlussfolgerung. Entsprechend wenig Begeisterung herrscht bei den Kandidaten für die papierbasierte Bewerbung, nur noch 1,5 Prozent möchten sich in Zukunft so bewerben. Und auch nur knapp 5 Prozent der Unternehmen wünschen sich künftig papierbasierte Bewerbungen. "Die One-Click- oder One-Swipe-Bewerbung ist eine spannende Innovation im Bewerbungsprozess, vielleicht sogar das Modell für die Zukunft.“ Quelle: www.monster.de

+++ 5. Schweizer Pharmaindustrie ist wichtiger regionaler Impulsgeber +++
Trotz schwierigem Konjunkturumfeld konnte die Schweizer Pharmaindustrie in den beiden vergangenen Jahren weiter expandieren. Aufgrund des hohen realen Wertschöpfungswachstums von durchschnittlich 7.2 Prozent pro Jahr trug die Branche im vergangenen Jahrzehnt massgeblich zum Wachstum der Schweizer Wirtschaft bei und erwirtschaftete 2016 rund 28.9 Milliarden Franken. Das zeigt eine aktuelle Studie von BAK Economics und Polynomics. Vom wirtschaftlichen Erfolg der Schweizer Pharmaunternehmen profitieren auch andere Branchen. Mit jedem Franken Wertschöpfung aus der Forschungs- und Produktionstätigkeit der Pharmaindustrie entstehen zusätzlich nochmals 70 Rappen Wertschöpfung in anderen Branchen. Insgesamt erwirtschafteten branchenfremde Schweizer Unternehmen so im Jahr 2016 rund 20.7 Milliarden Franken und schafften gut 138 000 Arbeitsplätze. Quelle: www.bak-economics.com

+++ 6. Diese Unternehmen sind bei Rückkehrern begehrt +++
Eine Analyse von 100.000 Schweizer LinkedIn-Profilen zeigt, zu welchen Unternehmen Arbeitnehmer im Laufe ihrer Karriere besonders oft zurückkehren. Spitzenreiter ist die UBS, bei der 20 Prozent der weltweit neu eingestellten Mitarbeiter eines Jahres bereits einmal bei der Grossbank tätig waren. Aber auch Credit Suisse, die Migros, SRF, die Beratungsfirma PwC oder Galderma haben eine besonders hohe Zahl von Rückkehrern zu verzeichnen. Für Firmen haben die Rückkehrer den Vorteil, dass sie schneller ein hohes Produktivitätslevel erreichen und Kosten für die Rekrutierung gespart werden können. Einzelne Unternehmen wie Credit Suisse besitzen eigene Programme wie «Real Returns», um ehemalige Mitarbeiter nach ihrer Kündigung weiterhin an das Unternehmen zu binden und ihnen den Wiedereinstieg zu erleichtern. Quelle: ch.linkedin.com

+++ 7. Mehr Erfolg im Einkauf durch höheren Frauenanteil +++
Zusätzliche Einsparungen, deutlich erhöhte Effektivität und spürbar gesteigerte Innovationskraft: Das sind die positiven Folgen, wenn Unternehmen in ihren Einkaufsabteilungen Diversität konsequent umsetzen. So sind etwa die Einsparungen dort am größten, wo der Anteil männlicher und weiblicher Beschäftigten weitgehend ausgeglichen ist. Das ergab eine europaweite Befragung von mehr als 300 Chief Procurement Officern (CPOs) durch die internationale Strategieberatung Oliver Wyman in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik in Österreich (BMÖ). Die Umfrage zeigt jedoch auch, dass Frauen insbesondere auf den Führungsebenen immer noch unterrepräsentiert sind. Mit 37 Prozent liegt der Anteil weiblicher Beschäftigter im Einkauf in Österreich und Deutschland derzeit acht Prozentpunkte unter den nationalen Durchschnittswerten. Noch größer ist die Lücke im Management. Lediglich 14 Prozent der Managementpositionen sind mit Frauen besetzt; europaweit sind es immerhin gut 30 Prozent. Quelle: www.oliverwyman.com.

+++ 8. Österreich träumt von Pension mit 58 Jahren +++
Wenn alle Österreicher zu ihrem Wunschzeitpunkt in Pension gingen, würden sie im Durchschnitt mit 58 Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden. Das gesetzlich festgelegte Pensionsalter ist unpopulär: Zwei Drittel aller Österreicher würden gerne selbst entscheiden, wann sie in Ruhestand gehen. Die abweichenden Altersgrenzen für Männer (65) und Frauen (60) führen zu unterschiedlichen Haltungen: Die meisten Männer würden ihre Lebensarbeitszeit gern verkürzen, die Mehrheit der Frauen jedoch gern einige Jahre länger arbeiten. Das zeigt die Studie "Liquidität 50Plus" der TeamBank. Der niedrige Durchschnittswunsch von 58 Jahren entsteht durch eine relativ kleine Gruppe der Befragten, die sehr geringe Werte angeben: Zehn Prozent der Männer und acht Prozent der Frauen würde gerne vor ihrem fünfzigsten Geburtstag mit der Arbeit aufhören. Die große Mehrheit der Bevölkerung verfolgt deutlich realistischere Ziele: Drei Viertel der Männer und zwei Drittel der Frauen würden gerne bis zum Alter von 60 oder länger arbeiten. Quelle: www.teambank.at

+++ 9. Das wünschen sich deutsche Arbeitnehmer zu Weihnachten +++
Eine neue Studie deckt eine Kluft zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern bei Firmenbenefits auf. Demnach ist mit einer Erwähnung in über 76.000 Stellenanzeigen das Weihnachtsgeld die meist umworbene Zusatzleistung. Laut den Ergebnissen ist jedoch gerade diese Leistung für Arbeitnehmer weniger relevant. Stattdessen stehen flexible Arbeitszeiten, Boni oder Weiterbildung ganz oben auf der Weihnachtswunschliste deutscher Arbeitnehmer. Laut Adzuna Studie ist das Weihnachtsgeld die mit Abstand meist umworbene Zusatzleistung von Unternehmen. Am zweithäufigsten beworben wird das Urlaubsgeld, mit immerhin 44.371 Stellenanzeigen. Weit weniger oft erwähnt werden hingegen nicht monetäre Anreize wie flexible Arbeitszeiten. Diese werden in 20.564 Anzeigen beworben, gefolgt von Weiterbildung (9.193 Stellenanzeigen) und Home Office (3.999 Stellenanzeigen) auf den hinteren Plätzen im Ranking. Quelle: www.adzuna.com

+++ 10. Unfall bei der Weihnachtsfeier - wann zahlt die Versicherung? +++
Besinnliche Atmosphäre, Kerzenschein und leckeres Essen. In der Adventszeit treffen sich viele Belegschaften zu Weihnachtsfeiern. Wenn Beschäftigte dabei Unfälle erleiden, genießen Sie grundsätzlich Versicherungsschutz. Das gilt auch für den direkten Weg zur Feier und zurück nach Hause. Darauf hat die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) hingewiesen. Wenn Weihnachtsfeiern außerhalb der Arbeitszeit veranstaltet werden - auch an Sonntagen, genießen Betriebsangehörige den Versicherungsschutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Wichtige Voraussetzung ist jedoch, dass die Feier im Einvernehmen mit der Unternehmensleitung erfolgt und den Zusammenhalt der Betriebsgemeinschaft fördert. Seit diesem Jahr gilt hierbei zudem eine neue Regelung: Beschäftigte einzelner Abteilungen oder Teams sind bei gemeinschaftlichen Feiern auch dann versichert, wenn die Unternehmensleitung nicht persönlich teilnimmt. Quelle: www.bgbau.de.

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