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www.bwl-institut.ch
Ausgabe Nr. 124
07.08.2017
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Inhalt:
1. Arbeitnehmer entwickeln digitales Selbstvertrauen
2. Mitarbeiter finden Personalarbeit wichtig
3. Bürokratie größte Hürde bei der Gründung
4. Employer Branding überzeugt nicht
5. Wach auf, Chef!
6. Umzug wegen eines neuen Jobs?
7. Zweite Chance für Bewerber
8. Arbeitssucht erkennen und verhindern
9. Karrieretag in Familienunternehmen
10. BWL-Wissen-App unterstützt Selbststudium


+++ 1. Arbeitnehmer entwickeln digitales Selbstvertrauen +++
Was, wie und wo wir arbeiten, wird in Zukunft stark von digitalen Technologien beeinflusst sein. Arbeitnehmer in Deutschland sehen sich selbst beim anstehenden Wandel und den dafür notwendigen Fähigkeiten jedoch mehrheitlich gut gerüstet. Skeptischer sind sie, was den entsprechenden Reifegrad ihrer Arbeitgeber betrifft. Das geht aus der Orizon Arbeitsmarktstudie 2017 hervor. Schlagworte wie "Digitalisierung" oder "Wirtschaft 4.0" prägen Wirtschaft und Gesellschaft in hohem Maße. Die neuen Technologien beeinflussen den Arbeitsalltag schon heute spürbar, in Zukunft werden die Veränderungen noch gravierender sein. Die Mehrheit der Befragten ist jedoch zuversichtlich, was ihre eigenen Kompetenzen angeht. Zwar stimmen rund 30 Prozent der befragten Arbeitnehmer schon heute der Aussage zu, die Digitalisierung zwinge sie, schneller zu arbeiten. Die jüngeren Altersgruppen bis 29 Jahre bejahen das dabei deutlich häufiger als die älteren Generationen. Aber: 75 Prozent aller Befragten trauen sich zu, sich die geforderten digitalen Fähigkeiten aneignen zu können. Lediglich 13 Prozent fühlen sich durch die technologische Entwicklung überfordert. Besonders erfreulich: Das Selbstbewusstsein der Arbeitnehmer geht mit nur kleinen Schwankungen quer durch alle Altersgruppen. Quelle: www.orizon.de

+++ 2. Mitarbeiter finden Personalarbeit wichtig +++
Über die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland halten die Arbeit der Personalabteilung für wichtig. Aber: Fast zwei Drittel von ihnen (64,6 Prozent) kennen die HR-Strategie ihres Unternehmens nicht. Das ist das Ergebnis einer Studie der Job-Seite Indeed in Zusammenarbeit mit den Marktforschern von respondi für die 1.039 Arbeitnehmer deutschlandweit befragt wurden. Interessant ist die Zustimmung zur HR-Strategie von den Arbeitnehmern, die angeben, diese zu kennen. Davon sagen nämlich 76 Prozent, sie seien mit ihr einverstanden. Darüber hinaus finden 65,9 Prozent aller Befragten, dass die HR-Abteilung in ihrem eigenen Unternehmen einen guten Job macht. Primäre HR-Aufgabe aus Sicht der Befragten ist die Rekrutierung neuer Kollegen. Auf einer Skala von 1 (unwichtig) bis 5 (sehr wichtig) erhielt dieser Aspekt der Personalarbeit einen Wert von 4,04. Im Vergleich dazu weniger wichtig: Employer Branding (3,46) sowie Konfliktschlichtung zwischen Kollegen (3,34). Nach wie vor hoch im Kurs aus Sicht der Belegschaft: Vergütungsthemen (3,77) sowie die positive Einflussnahme auf Arbeitsbedingungen (3,91). Quelle: de.indeed.com

+++ 3. Bürokratie größte Hürde bei der Gründung +++
Administrative Hürden und Verzögerungen sind laut KfW-Gründungsmonitor die seit Jahren am häufigsten genannte Schwierigkeit bei der Existenzgründung. Jeder dritte Gründer in Deutschland nimmt bürokratische Regelungen und Pflichten als Belastung wahr. Weitere Schwierigkeiten werden in der familiären Belastung (27 %) und der Auftragsakquise (26 %) sowie in den konjunkturellen und finanziellen Risiken der Selbstständigkeit (jeweils 22 %) gesehen. Eine Studie von KfW Research zeigt: Gründer wenden ca. 10 % ihrer wöchentlichen Arbeitszeit für die Bewältigung administrativer Pflichten auf, das entspricht zwei Stunden in der Woche (im Median). "Bürokratie kostet Gründer zwar Zeit und Nerven, deshalb werden aber kaum Gründungsprojekte abgebrochen oder Gründungspläne in der Schublade gelassen", sagt KfW-Chefvolkswirt Dr. Jörg Zeuner. Die größte Hürde in der Planungsphase sind die finanziellen Risiken, bestehende Gründungsprojekte werden vor allem aufgrund attraktiver Jobalternativen oder unbefriedigender Ertragslage wieder abgebrochen, nicht wegen Bürokratie. Quelle: www.kfw.de/fokus

+++ 4. Employer Branding überzeugt nicht +++
Unternehmen nutzen ihr Differenzierungspotential gegenüber der Konkurrenz zu wenig, zeigt eine aktuelle Studie unter Jobsuchenden und Personaler. "Unternehmen, die nicht wissen oder ignorieren, was sie in den Augen der Kandidaten als Arbeitgeber attraktiv macht oder machen könnte, bringen sich um die Chance, sich von der Konkurrenz abzuheben", sagt Marc Irmisch-Petit, VP General Manager bei Monster. Bereits in der letztjährigen Recruiting-Trends-Studie wurden die aus Kandidatensicht wichtigsten Attraktivitätsmerkmale für einen Arbeitgeber erfragt und auf Basis einer Kano-Analyse bewertet. Merkmale wie "gutes Arbeitsklima" und "ansprechende Gehälter" wurden von den Kandidaten dabei als wichtige, aber inzwischen selbstverständliche Hygienefaktoren bewertet. Ein echtes Leistungsplus in Sachen Attraktivität stellten dagegen Merkmale wie "Wertschätzung der Work-Life-Balance", "Weiterbildung" oder "flexible Arbeitszeitmodelle" dar. An der Spitze der Bewertung, als Merkmale mit echtem Begeisterungspotential, fanden sich "Angebot von Home-Office" und "Flache Hierarchien". Die Studie "Recruiting Trends 2017" steht unter folgendem Link zum Download bereit: http://arbeitgeber.monster.de/recruiting/studien.aspx Quelle: www.monster.de

+++ 5. Wach auf, Chef! +++
Chefs haben oft eine ganz andere Wahrnehmung der bei ihnen herrschenden Arbeitsbedingungen als ihre Angestellten. HR-Abteilungen haben oft völlig andere Ansichten darüber, welche Qualifikationen für Stellen im Unternehmen zentral sind, als die Menschen, die in der betreffenden Abteilung arbeiten. Doch wie unendlich weit Unternehmensleitung und Personalabteilung von den tatsächlichen Bedürfnissen der Angestellten entfernt sind, belegt nun die weltweit durchgeführte Global Talent Trends Study 2017*: 34 Prozent aller Arbeitnehmer weltweit planen, ihre aktuelle Stelle in den nächsten zwölf Monaten aufzugeben, 23 Prozent wegen mangelnder langfristiger Karrierechancen im Unternehmen, 11 Prozent wegen besserer Optionen auf dem Arbeitsmarkt. 3 Prozent der 7500 Befragten sind völlig unzufrieden mit ihrem derzeitigen Job. Wandel bringt Würze, und ein bisschen Schwund ist immer? So einfach ist es nicht. Die Studie offenbart gravierende Schieflagen auf dem Arbeitsmarkt. So gibt zum Beispiel mehr als die Hälfte der befragten Arbeitnehmer an, in der Vergangenheit um flexible Arbeitsbedingungen gebeten zu haben, diese seien aber nicht gewährt worden. Jeder zweite Mitarbeiter hat Bedenken, dass sich Teilzeit- oder Home-Office-Arbeit negativ auf seine Karriere auswirken könnte; dabei sind fast zwei Drittel (77 Prozent) der Vollzeitbeschäftigten an alternativen Anstellungsverhältnissen interessiert. Im Gegensatz dazu glauben weder Geschäftsführer noch HR-Manager, dass alternative Arbeitsverhältnisse in den nächsten beiden Jahren für ihre Geschäftstätigkeit relevant sein werden. Quelle: www.werbewoche.ch zu finden.

+++ 6. Umzug wegen eines neuen Jobs? +++
Deutsche Arbeitnehmer sind häufig nicht bereit, wegen der Arbeit umzuziehen. Immerhin kann sich etwas mehr als jeder Vierte (27 Prozent) vorstellen, aus Karrieregründen die Stadt zu wechseln. Und jeder Sechste (17 Prozent) ist sogar bereit, für den Job in ein neues Land zu ziehen. Doch 38 Prozent der Befragten zwischen Flensburg und Füssen schließen aus, für den Arbeitgeber umzuziehen. Dies sind Ergebnisse einer internationalen Befragung von rund 14.000 Arbeitnehmern durch ManpowerGroup Solutions. Weltweit gehören die Deutschen damit zu den am wenigsten mobilen Arbeitnehmern. Grundsätzlich sind jüngere Arbeitnehmer eher zu einem Ortswechsel bereit, um die Karriere in Schwung zu bringen. Unter den 18-34-Jährigen können 77 Prozent sich einen berufsbedingten Umzug vorstellen, weniger als ein Viertel (23 Prozent) lehnt ihn pauschal ab. Bei den über 50-jährigen Babyboomern ist es hingegen jeder Zweite (55 Prozent). Info: www.manpowergroup.de

+++ 7. Zweite Chance für Bewerber +++
Höflichkeit zahlt sich aus: 88 Prozent der Personaler freuen sich über eine höfliche Antwort der Bewerber, denen sie gerade abgesagt haben. Das kann sich für Bewerber lohnen: Jeder vierte Personaler (23 Prozent) merkt derart freundliche Kandidaten für künftige Stellenbesetzungen vor. Dies ist das Ergebnis des Jobware-Umfrage-Reports 2017, der jährlich erscheint: https://www.jobware.de/Ratgeber/Jobware-Umfrage-Report.html Jeder zehnte Personaler ist ein wahrer Miesepeter: So stören sich 12 Prozent der Personaler an höflichen Antwortschreiben abgelehnter Bewerber. Dabei erbitten nur 14 Prozent der Bewerber, zukünftig in einen Kandidatenpool aufgenommen zu werden. Weitere 14 Prozent möchten den Absagegrund in Erfahrung bringen. Und 67 Prozent der Bewerber lassen die Chance ungenutzt, sich das Unternehmen "warm zu halten". Sie machen sich erst gar nicht die Mühe, auf die Absage zu reagieren. Quelle: www.jobware.de.

+++ 8. Arbeitssucht erkennen und verhindern +++
Engagierte und hochmotivierte Arbeitnehmer, die gerne mal eine Extraschicht einlegen, gelten zunächst als Gewinn für Unternehmen. Doch ein übermäßiges Arbeitsengagement hat auf Dauer eine dunkle Kehrseite. Nicht nur für die Betroffenen und ihre Familien, sondern auch für das Arbeitsumfeld. Woran Arbeitssucht erkennbar ist und wie man sich und andere davor schützt, zeigt Ute Rademacher in ihrem neuen Buch "Arbeitssucht – Workaholismus erkennen und verhindern." Viele Menschen gehen davon aus, dass sich Arbeitssucht an der Zahl der Arbeitsstunden erkennen lässt. Aber nicht alle Menschen, die intensiv und viel arbeiten, sind automatisch arbeitssüchtig. Eine hohe Zahl an Überstunden kann auch auf konkrete Ziele ausgerichtet sein, zum Beispiel, um die nächste Stufe der Karriereleiter zu erreichen oder das Eigenheim abzubezahlen. Sind diese Ziele erreicht, pendelt sich die Intensität und Zahl der Arbeitsstunden von alleine auf das ursprüngliche Niveau ein, ohne dass Vielarbeiter etwas vermissen. "Bei Arbeitssüchtigen ist die Leidenschaft für ihre Arbeit unabhängig von konkreten Zielen", erklärt Rademacher. "Sie geben immer alles und hängen sich bei allen Projekten und Aufgaben mit Haut und Haar hinein. Das Arbeiten wird zum Selbstzweck und zur hauptsächlichen oder einzigen Quelle von Selbstbestätigung und Sinnhaftigkeit." Quelle: www.ism.de

+++ 9. Karrieretag in Familienunternehmen +++
"Begehrter als 'Germanys Next Topmodel' sind qualifizierte Fach- und Führungskräfte", sagt Stefan Heidbreder, Geschäftsführer der Stiftung Familienunternehmen. Um junge Akademiker bis hin zu berufserfahrenen Führungskräften für eine Karriere in Familienunternehmen zu begeistern, hat die Stiftung gemeinsam mit führenden Familienunternehmen und dem Entrepreneurs Club den "Karrieretag Familienunternehmen" ins Leben gerufen. Der nächste "Karrieretag Familienunternehmen" findet am 10. November 2017 bei der Firma Schüco in Bielefeld statt. Der "Karrieretag Familienunternehmen" ist eine Initiative von führenden Familienunternehmern, dem Entrepreneurs Club und der Stiftung Familienunternehmen. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft von Brigitte Zypries, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie. Weitere Informationen unter www.karrieretag-familienunternehmen.de. Quelle: www.familienunternehmen.de

+++ 10. BWL-Wissen-App unterstützt Selbststudium +++
Die BWL-Wissen-App ist da: Die App dient zur Begleitung des Selbststudiums. Es werden die wichtigsten Begrifflichkeiten der einzelnen Lehrgangsmodule abgefragt. Die App ist bestens geeignet, um unterwegs zu lernen und das Selbststudium nachhaltig zu unterstützen. Wenn der Lehrgangsteilnehmer ein Fachgebiet antippt, erscheinen die einzelnen Fragen. Zu jeder Frage gibt es die Antwort sowie die Quelle aus den Lehrgangsunterlagen. Dort können Nutzer die Antwort dazu im Detail nachlesen. Fragen, bei denen der Nutzer sicher ist, können mit „wusste ich“ markiert werden. Diese Fragen werden dann nicht wieder abgefragt. Solche Fragen lassen sich jedoch auch wieder aktivieren. Auf der Einleitungsseite jedes Fachgebietes finden Nutzer die Schaltfläche „alle Fragen wieder zurück in den Stapel“. Durch antippen dieser Schaltfläche werden wieder alle Fragen angezeigt. Auf diese Weise können gezielt Fragen, bei denen die Kursteilnehmer unsicher sind, immer wieder einstudiert werden. Die App ist kostenlos erhältlich im google play store unter play.google.com. Info: www.bwl-institut.ch.

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