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BWL-Institut Basel


Mach´ keine kleinen Pläne. Sie haben nicht den Zauber, das Blut der Menschen in Wallung zu bringen. Sie werden nicht realisiert. Mach´ große Pläne, setze Dir hoffnungsvoll die höchsten Ziele
- und arbeite.


Daniel Hudson Burnham
(1846 - 1942, Architekt in Chicago)


Hinweise zur Erstellung einer Diplomarbeit

Thema
Das Thema der Arbeit wird von Ihnen selbst gewählt und mit dem Institut abgestimmt.

Wissenschaftliches Arbeiten
Wissenschaftliches Arbeiten ist eine Methode zur Aneignung von Wissen und zur Gewinnung neuer Kenntnisse. Die wichtigste Grundhaltung wissenschaftlichen Arbeitens ist die kritische Distanz: alle Aussagen müssen kritisch geprüft werden, bevor sie Eingang in die Arbeit finden. Eine kritische Grundhaltung hilft dabei, objektiv zu bleiben. In wissenschaftlichen Arbeiten müssen die Ergebnisse der Arbeit für jeden anderen objektiv nachvollziehbar sein. Es muss erkennbar sein, aufgrund welcher Fakten und Beweise die Schlussfolgerungen getroffen werden und auf welche anderen wissenschaftlichen Arbeiten sich der Autor beruft. Es ist wichtig, im Rahmen einer Diplomarbeit diese wissenschaftliche Arbeitsweise zu berücksichtigen.

Inhalt
Sehr gut eignet sich ein Thema, das sich z.B. konkret im beruflichen Umfeld gerade stellt. Dabei bietet es sich an in einem Teil 1 die Situation darzustellen, in einem Teil 2 die Theorie hierzu zu analysieren und ein einem Teil 3 die Theorie auf das konkrete Problem anzuwenden.

Wichtig im Rahmen einer Diplomarbeit ist es, dass nicht "nur" eine Beschreibung einer Situation stattfindet, sondern dass daraus auch Erkenntnisse gewonnen werden. Bei einer Diplomarbeit sollte immer ein gewisser Erkenntnisgewinn angestrebt und nicht nur eine Situation beschrieben werden.

Wichtig ist auch eine gewisse theoretische Grundlagenarbeit. Im Rahmen einer Diplomarbeit sollte immer auch die grundlegende Theorie zum Thema recherchiert und dargestellt werden, um darauf aufbauend dann eigene Erkenntnisse gewinnen zu können.

Umfang
Der Umfang der Arbeit sollte ca. 40 Seiten umfassen.

Erklärung zur eigenständigen Erstellung
Eine Diplomarbeit muss stets eigenständig erstellt worden sein. Um dies deutlich zu machen, sollte am Anfang jeder Diplomarbeit eine entsprechende Erklärung verfasst werden. Beispiel für den Wortlaut einer solchen Erklärung:
Ich versichere hiermit, dass die vorliegende Diplomarbeit selbstständig verfasst und keine weiteren als die angegebenen Hilfsmittel benutzt sowie die Stellen der Arbeit, die in anderen Werken dem Wortlaut oder dem Sinn nach entnommen sind, durch Angaben der Quellen sichtbar gemacht wurden.
(Ort, Datum, Unterschrift)


Deckblatt
Das Deckblatt der Arbeit muss folgende Informationen beinhalten:
   - Thema
   - vorgelegt vor dem Betriebswirtschaftlichen Institut und Seminar Basel
   - Datum
   - Ihr Name
   - Ihre vollständige Adresse

Aufbau
Einleitung Mit der Einleitung führen Sie den Leser in die Thematik ein. Machen Sie den Leser zunächst mit der Thematik vertraut.
Warum lohnt es sich Ihrer Meinung nach, sich mit diesem Thema zu beschäftigen?
Inwiefern ist das Thema aktuell?
Was ist das Kernproblem der Arbeit?
Welchen Zweck verfolgen Sie mit Ihrer Arbeit?

Hauptteil In den einzelnen Kapiteln des Hauptteils führen Sie den Leser jeweils zum Hauptaspekt, entwickeln und behandeln diesen und fassen diesen in einem Schlusssatz zusammen.
Vermeiden Sie hierbei sowohl Ausschweifungen als auch zu knappe Formulierungen.
Schaffen Sie "weiche" Übergänge zwischen den Kapiteln, d.h. leiten Sie im Schlusssatz des vorhergehenden Kapitels bereits das folgende Kapitel ein.

Die Formulierung des Themas hat grossen Einfluss auf die Inhalte der Diplomarbeit - schliesslich geht es bei der Diplomarbeit dann letztlich darum, die im Thema aufgeworfenen Fragen oder Thesen zu beantworten. Bitte achten Sie darauf, die in der Themenstellung aufgeworfenen Fragen oder Thesen auch zu behandeln.

Schluss Im Schlussteil sollten Sie die These der Arbeit nocheinmal aufgreifen und die wichtigsten Argumente dafür oder dagegen kurz zusammenfassen. Formulieren Sie aufgrund Ihrer Erkenntnisse Empfehlungen, stellen Sie fest welche Fragen offen geblieben sind und ziehen Sie Ihre Schlussfolgerungen.
Welche Fragen konnten nicht beantwortet werden und warum?
Welche Erkenntnisse ergeben sich aus Ihrer Arbeit?
Welche neuen Perspektiven und Fragen eröffnen sich?

Zitierweise
Die richtige Zitierweise spielt bei einer wissenschaftlichen Arbeit eine grosse Rolle.

Bei einem wörtlichen Zitat sind die übernommenen Informationen in Anführungs- und Schlusszeichen zu setzen. Am Ende des Zitates sind der Autor, das Datum des Werkes und die Seitenzahl in Klammer zu nennen.

Bei einem sinngemässen Zitat sind keine Anführungs- und Schlusszeichen zu setzen. Der Autor, das Datum des Werkes und die Seitenzahl sind ebenso in Klammer am Ende des Zitates zu nennen.

Quellenangaben sind in den Fussnoten mit Autor, Datum des Werkes und Seitenzahl zu nennen.

Auswahl der Quellen
Achten Sie bei der Auswahl der Literatur darauf, dass es sich auch um wissenschaftliche Quellen handelt. Auch Wikipedia ist bei wissenschaftlichen Arbeiten sehr kritisch zu betrachten und allenfalls als Ausgangspunkt für die Recherche, nicht aber als Quelle geeignet.

Literaturverzeichnis
Im Literaturverzeichnis werden alle Quellen aufgeführt, die im Text verwendet wurden. Gelesene, aber nicht verwendete Quellen müssen nicht aufgeführt werden. Beiträge ohne Verfasser werden als o.V. gekennzeichnet. Die verschiedenen Quellenangaben sollten wie folgt dargestellt werden:
Bücher: Autorname, Autorvorname: Titel. Verlagsort: Verlag Jahrgang.
Zeitschriftenartikel: Autorname, Autorvorname: Titel. In: Zeitschrift, Jahrgang, Heftnummer, Seiten.
Beiträge in
Sammelbänden:
Autorname, Autorvorname: Titel. In: Herausgebername, Herausgebervorname: Titel des Buches. Verlagsort: Verlag, Jahrgang, Seiten.
Beiträge im Internet: Autorname, Autorvorname: Titel der Website, URL. Datum.

Weitere Verzeichnisse
Desweiteren müssen aufgeführt werden:
   - Inhaltsverzeichnis
   - Abbildungsvezeichnis
   - Abkürzungsverzeichnis


Häufige Fehler
   - die Diplomarbeit ist zu praxisbezogen, theoretische Grundlagenarbeit kommt zu kurz
   - die Relevanz der Fragestellung der Arbeit wird nicht geklärt
   - aufgeworfene Fragen werden nicht beantwortet
   - wichtige Literatur wird nicht diskutiert
   - Quellen- und Literaturangaben fehlen


Bewertungskriterien
   - Aufbau und Gliederung der Arbeit (sehr gut bis schlecht)
   - Tiefe und Breite der Themenerfassung (sehr gute Gewichtung bis falsche Gewichtung)
   - Inhalt (sehr reichhaltig bis sehr wenig Substanz)
   - Neuigkeitsgehalt (sehr grosser Neuigkeitsgehalt bis kein Neuigkeitsgehalt)
   - Auswertung und Einarbeitung der Literatur (umfassend bis mangelhaft)
   - Sprache: Verständlichkeit, Stil, Lesbarkeit (gut bis schwach)
   - Formale Gestaltung: formale Ausarbeitung, Zitierweise, Sauberkeit (gut bis schwach)


Literaturempfehlungen
Als geeignete Literatur zu diesem Thema können wir empfehlen:

Metzger, Christoph:
Lern- und Arbeitsstrategien. Cornelsen, 2013.
(ISBN: 978-3-06-027936-4)

Rehborn, Angelika:
Brückenkurs Wissenschaftliches Arbeiten. utb, 2015.
(ISBN: 978-3-8252-4332-6)

Theisen, Manuel René:
Wissenschaftliches Arbeiten. 16. Auflage. Vahlen, 2013.
(ISBN: 978-3-8006-4636-4)